Naturgemäßes Imkern: Neue Erkenntnisse über das Bienenvolk und ihre Bedeutung für die imkerliche Praxis

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Am 17.April 2018 organisierte die SÖL eine Veranstaltung zum Thema „Naturgemäßes Imkern - Neue Erkenntnisse über das Bienenvolk und ihre Bedeutung für die imkerliche Praxis“ in Bad Dürkheim. Über 80 Personen folgten der Einladung zur Wissenstransfer-Veranstaltung und waren sehr interessiert an den Ausführungen der beiden Referenten Günter Friedmann und Dr. Wolfgang Ritter. Deutlich wurde, dass sich die etablierten Haltungsbedingungen der Imker bisweilen von dem natürlich beobachtbaren Verhalten des Bienenvolks unterscheiden.

Die Imkerei ist eng mit der Landwirtschaft verbunden. Dreiviertel unserer Nutzpflanzen hängen von der Bestäubung durch Insekten ab. Neben den zahlreichen Umwelteinflüssen durch die chemische Landwirtschaft und den Monokulturanbau wirken sich auch die Haltungsbedingungen der Imker auf die Bienengesundheit aus. Diese unterscheiden sich von dem natürlich beobachtbaren Verhalten des Bienenvolks zum Beispiel in den Bereichen Fluglochdurchmesser, Raum/Volk-Verhältnis, Beutenhöhe, Beutengröße, Umgang mit dem Schwarmtrieb, Zuchtkriterien, etc.

Alle Imker fragten nach dem Umgang mit der Varroamilbe. Auch hier waren sich die Referenten einig. Wir können zwar nicht direkt auf eine Behandlung mit biologischen Säuren verzichten, sollten kurzfristig aber eher leichtere Säuren (Milchsäure) als stärkere Säuren verwenden, dafür dann öfter. Langfristig liegt ein erfolgreicher Umgang mit der Varroamilbe und den zahlreichen anderen Krankheiten, nur in der Stärkung der Bienengesundheit durch die Förderung der Selbstheilungskräfte des Bienenvolks, wie sie in dem natürlichen Verhalten der Bienen zu beobachten sind.

Weitere Informationen liefern die Publikationen von Günter Friedmann und Dr. Wolfgang Ritter.

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