"Verbund landwirtschaftliche Kompostierung" (VELKO)

Das Projekt "Verbund landwirtschaftliche Kompostierung" (VELKO) organisiert einen Arbeitsverbund zur dezentralen landwirtschaftlichen Kompostierung. Im Kern zielt das Projekt darauf ab, die Hürden zu bewältigen, die bislang der landwirtschaftlichen Kompostierung im Wege stehen. Somit soll für die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, die Technik, die Überwachung sowie die Beratung zur Verfügung gestellt werden, die notwendig sind, um eine dezentrale Kompostierung auf den Betrieben zu ermöglichen.

Das Projekt, das von April 2021 bis August 2023 läuft, wird aus Mitteln des EIP (Europäische Innovations Partnerschaft) finanziert und ist bei der SÖL als verantwortliche Koordinationsstelle angesiedelt. Insgesamt sind sechs landwirtschaftliche Betriebe in der Region Pfalz und Rheinhessen, das DLR in Bad Kreuznach sowie die Universität Stuttgart an dem Vorhaben beteiligt. Ein wesentliches Anliegen des Projekts ist der Wissenstransfer an weitere Betriebe, damit die Möglichkeiten der Kompostierung auch nach dem Projektende in der Region fortgesetzt werden können.

Ausgangssituation

In der Praxis betreiben nur wenige Landwirte eine ordnungsgemäße Kompostierung, da es sowohl an den technischen Voraussetzungen als auch an dem Fachwissen mangelt. Eine „wilde“ Kompostierung landwirtschaftlicher Reststoffe ist sowohl aus pflanzenbaulicher Sicht als auch hinsichtlich mit einer unkontrollierten Lagerung verbundenen Umweltbelastung zu vermeiden. Somit werden derzeit die Potentiale einer ordnungsgemäßen Kompostierung weitgehend nicht genutzt, obwohl in der Landwirtschaft insgesamt – und insbesondere im ökologischen Landbau – eine Notwendigkeit zur Kompostierung gegeben ist.

Ziele

Das Projekt leistet einen Beitrag, um die Hemmnisse zu überwinden, die derzeit in der landwirtschaftlichen Praxis einer Kompostierung im Wege stehen. Durch einen regional abgestimmten Organisationsverbund soll ermöglicht werden, sowohl die erforderliche Technik als auch das Fachwissen zur Kompostierung an die Betriebe heranzutragen und zu vermitteln. Damit soll erreicht werden, dass auch nach Projektende die Voraussetzungen gegeben sind, eine ordnungsgemäße und qualitativ hochwertige Kompostierung unter den Bedingungen der praktischen Landwirtschaft zu implementieren. Darüber hinaus will das Projekt einen Beitrag leisten, um die Durchführung der Kompostierung qualitativ zu verbessern und die damit potentiell verbundenen Umweltbelastungen zu minimieren.

Geplante Arbeitsschritte

  • Beratung der Betriebe und Schulungen
  • Durchführung der Kompostierung
  • Prozesssteuerung/Überwachung hinsichtlich Emissionen und Kompostqualität
  • Pflanzenbauliche Versuche
  • Betriebs- und arbeitswirtschaftliche Untersuchungen
  • Wissenstransfer und Veröffentlichungen
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