Aktuell

Projekt BienenBlütenReich sucht noch Partner

(25.04.2016) Im Frühjahr 2016 startete das Netzwerk Blühende Landschaft das Projekt BienenBlütenReich. Ziel ist, bundesweit sowohl auf landwirtschaftlichen Betrieben als auch im öffentlichen Bereich blühende Flächen für Blütenbesucher zu schaffen und Interessierten Inspiration und Fachwissen für eigene Blütenprojekte weiter zu geben. Als Projektpartner bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe und regionale Initiativen, die Fläche und Arbeitskraft für die Anlage von bis zu vier verschiedenen Blühflächen in der Landwirtschaft (ca. jeweils 1000 m² insgesamt max. 4000 m²) oder im Siedlungsbereich (ca. jeweils 125 m² insgesamt max. 500 m²) zur Verfügung stellen können. Die Laufzeit des Projekts beträgt zwei Jahre. Das Netzwerk Blühende Landschaft setzt sich für die Verbesserung der Nahrungs- und Lebensgrundlage von blütenbesuchenden Insekten ein. Ein breites Netzwerk ist so entstanden. Bewerbungen per Mail an Anne-Kathrin Spatz.

Call for Papers für den 19. Organic World Congress

(21.04.2016) Ab sofort können für den 19. Organic World Congress in Indien Beiträge eingereicht werden. Die Veranstaltung findet vom 9. bis 11. November 2017 statt. Folgende thematische Schwerpunkte werden diesmal vorgegeben:

  • Hauptdiskussion: „Globale Übernahme der Bioprinzipien für eine wahrhaft nachhaltige Landwirtschaft“
  • Wissenschaft: „Innovative Forschung für Bio 3.0“
  • Bauern: Saatgut und Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit, Bodenleben und Pflanzengesundheit, ökologische landwirtschaftliche Methoden und Systeme
  • Marketing und Qualitätssicherung: „Auf dem Weg zu Bio 3.0“

Interessenten können ihre Beiträge bis Ende September 2016 einreichen.

Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2017

(21.04.2016) Ab sofort können engagierte Biolandwirtinnen und -landwirte mit innovativen und zukunftsweisenden Betriebskonzepten ihre Ideen einreichen. Gesucht werden ungewöhnliche Konzepte, die sich in der Praxis bewährt haben. Die ausgewählten Sieger erhalten ein Preisgeld von bis zu 7.500 EUR. Insgesamt steht ein Preisgeld von 22.500 Euro bereit, das eine unabhängige Jury an maximal drei Sieger vergibt. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2016.

IFOAM EU Kongress zum Thema Bio 3.0

(18.04.2016) Das primäre Ziel des 10. Europäischen Kongresses zum Biolandbau im niederländischen Driebergen war es, Modelle zur Realisierung der Bio 3.0-Vision zu diskutieren. Mehr als 200 Teilnehmer aus 27 Ländern kamen Anfang April auf Einladung von IFOAM EU dort zusammen. Die Vertreter aus Politik, von Verbänden und Organisationen äußerten sich durchweg positiv über die Fortentwicklung des Biosektors.

Gentechnikflächen schrumpfen erstmalig

(15.04.2016) Nachdem die Flächen, auf denen gentechnisch veränderte Flächen angebaut werden, in den letzten Jahren schon immer langsamer gewachsen waren, sind sie 2015 erstmals seit Einführung der Technologie geschrumpft. Um ein Prozent verringerte sich die Gentech-Fläche auf 179,7 Millionen Hektar – das sind circa 13 Prozent der weltweiten Ackerfläche. Hauptanbauländer bleiben die USA, Brasilien und Argentinien.

Erstmals Bundespreis gegen Lebensmittelverschwendung verliehen

(14.04.2016) Bundesernährungsminister Christian Schmidt lud gestern Abend zur Verleihung des ersten Bundespreises für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung. Aus mehr als 200 Bewerbungen wurden 16 Projekte nominiert, in vier Kategorien wurde jeweis ein Projekt ausgezeichnet, zusätzlich wurde ein Förderpreis überreicht.

Bundesregierung will Glyphosat weiter erlauben

(14.04.2016) Die Bundesregierung will sich bei der EU für die weitere Zulassung von Glyphosat aussprechen. Nach Ressortabstimmung zwischen Agrar- und Umweltministerium will sie der Wiederzulassung des umstrittenen Herbizids zustimmen. Deutschland schließt sich damit der fachlichen Bewertung der europäischen Risikobewertungsbehörde Efsa an, die Glyphosat als für Menschen "wohl nicht krebserregend" eingestuft hatte. Eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation dagegen hatte Monate zuvor gewarnt, Glyphosat sei "wahrscheinlich krebserregend". Für ein Glyphosat-Verbot hätte es auch andere unstrittige Gründe gegeben: Das Mittel gefährdet die biologische Vielfalt indem es Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage entzieht. Mit einer Einigung in Sachen Glyphosat-Wiederzulassung wird Mitte Mai gerechnet.

Dossier zur CRISPR/Cas-Diskussion

(13.04.2016) Anfang April entbrannte eine Diskussion zu einer neuartigen Technik im Bereich Pflanzenzucht. Urs Niggli, Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), äußerte sich dieser - der Gentechnik zugeordneten - Technologie gegenüber positiv und stieß damit auf Unverständnis in der Biobranche. Seitdem haben sich verschiedene Medien, Verbände und Organisationen zu Wort gemeldet. Nun hat auch der Stiftungsrat des FiBL Frick Stellung genommen. Die kontroversen Positionen haben wir für Sie zusammen gestellt.

Zwölf Prozent mehr Ökobetriebe

(12.04.2016) In den Vereinigten Staaten ist die Zahl der zertifizierten ökologisch wirtschaftenden Betriebe im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf etwa 21.800 gestiegen, wie Agra-Europe berichtet. Seit Beginn der Zählung im Jahr 2002 hat sich die Zahl der Ökobetriebe in den USA um fast 300 Prozent erhöht. Die Nachfrage nach ökologisch und regional erzeugten Produkten wächst. Das USDA hat diesen Markt seit 2009 mit Investitionen von insgesamt mehr als einer Milliarde US-Dollar (878 Mio. Euro) in gut 40.000 lokalen und regionalen Lebensmittelunternehmen sowie Infrastrukturprojekten unterstützt. Laut Schätzungen der Branche seien 2014 auf lokaler Ebene ökologisch erzeugte Lebensmittel für rund zwölf Milliarden Dollar(10,5 Mrd Euro) verkauft worden, verglichen mit erst fünf Milliarde Dollar (4,4 Mrd Euro) im Jahr 2008.

Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere wird eröffnet

DNA-Skulptur, Mariensee - Copyright FLI(23.03.2016) Morgen wird offiziell die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere im Institut für Nutztiergenetik am Standort Mariensee des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) eröffnet. In dieser sollen Keimzellen (Spermien und Eizellen), Embryonen und anderes Erbmaterial vorwiegend von gefährdeten landwirtschaftlichen Nutztierrassen eingefroren werden. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt für Erhaltungszuchtprogramme oder spezifische Forschungsfragen genutzt werden. Ziel ist es, damit alte landwirtschaftliche Nutztierrassen vom Geflügel bis zum Rind vor dem Aussterben zu bewahren und deren genetische Vielfalt zu sichern. So könnte eine beispielsweise vom Aussterben bedrohte Rasse wieder aufgebaut werden.

Werkstatt N-Siegel für Bioprojekte

(22.03.2016) Mit dem Siegel „Werkstatt N“ werden vom Rat für Nachhaltige Entwicklung jährlich innovative Unternehmen und Projekte ausgezeichnet, die den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft weisen. Unter den 100 Siegel-Empfängern waren waren auch einige Bioprojekte: die Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI), Bio-Boden Genossenschaft, und die Initiative "Wir machen Bio", die sich für mehr Ökolebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung einsetzt. Mit der Auszeichnung ist kein materieller Preis verbunden. Stattdessen unterstützt das Qualitätssiegel die Präsenz, die öffentliche Aufmerksamkeit und die Anerkennung des Projektes oder Unternehmens.

14. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau

(15.03.2016) Vom 7. bis zum 10. März 2017 findet in Freising die 14. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau statt. Unter dem Motto "Ökologischen Landbau weiterdenken: Verantwortung übernehmen, Vertrauen stärken" laden die Technische Universität München, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft und die Stiftung Ökologie & Landbau auf den Campus in Weihenstephan ein.

Terminübersicht:

  • 15.07.2016 Abgabefrist für die Einreichung von Beiträgen
  • 01.10.2016 Einreichung von Vorschlägen für Workshopthemen
  • 15.10.2016 Abschluss der Begutachtung, Rückmeldung an die Autoren
  • 15.11.2016 Einreichung der überarbeiteten Beiträge durch die Autoren
  • 07.-10.03. 2017 Tagung auf dem Campus in Weihenstephan

Seniorenangebote auf landwirtschaftlichen Betrieben

(14.03.2016) Im Zukunftszentrum Holzminden-Höxter wird im Forschungsprojekt VivAge analysiert, welche Erfahrungen landwirtschaftliche Betriebe machten, die bereits ein Angebot für Senioren aufgebaut haben. Interessierte Betriebe können sich per Telefon oder Mail sowie auf der Website des Projekts näher informieren. Um verschiedene Agrarstrukturen zu berücksichtigen, liegt der Fokus auf Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Mit Hilfe der Ergebnisse werden Modelle und Praxisleitfäden für interessierte Betriebe oder dörfliche Akteure entwickelt.

Katrin Göring-Eckardt zu Besuch bei der SÖL

(09.03.2016) Während ihres Besuches in Bad Dürkheim ließ es sich Katrin Göring-Eckardt (Fraktionsvorsitzende, Grüne) nicht nehmen, die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) zu besuchen. In Begleitung der rheinlandpfälzischen Landtagsabgeordneten Ruth Ratter (Grüne) besprach sie mit Dr. Uli Zerger und den anderen Anwesenden den Stand des Ökolandbaus in Rheinland-Pfalz, Einzelheiten zur Glyphosatdebatte und Erkenntnisse aus der Bauernhofpädagogik.

USDA erleichtert Umstellung auf den Ökolandbau

(02.03.2016) Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) erleichtert Landwirten die Umstellung auf den ökologischen Landbau. Künftig wird eine bessere Ernteversicherung für angehende Ökolandwirte geboten. Die Umstellung von der konventionellen auf die biologisch zertifizierte Produktion könne drei Jahre dauern. Bisher hätten die Landwirte in der Umstellungsphase ihre Produktion nur auf der Basis der Preise für konventionell erzeugte Produkte gegen Ausfälle absichern können; künftig soll dies zu ihren Kontraktpreisen in einer amtlich festgelegten Spanne möglich sein. Weitere Produkte sind in die Ernteversicherung für Ökoprodukte aufgenommen worden. Insgesamt ist die Zahl der zu versichernden Ökoprodukte von nur vier im Jahr 2011 auf 57 gestiegen. Laut USDA-Angaben verkauften die zertfizierten Ökofarmen 2014 Produkte für insgesamt rund 5,5 Mrd Dollar ( 4,9 Mrd Euro). Im US-Großhandel wurden im gleichen Jahr dem Ministerium zufolge Ökoerzeugnisse für mehr als 39 Mrd Dollar (35,0 Mrd Euro) umgesetzt.

AbL und BÖLW warnen vor versteckter Gentechnik

(01.03.2016) Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) haben scharfe Regeln für sogenannte "neue Züchtungstechniken" gefordert. Damit sind Verfahren wie die Oligonukleotid-gerichtete Mutagenese (OgM) gemeint, mit denen Mutationen in Nutzpflanzen zielgerichteter erreicht werden können als über die traditionelle Züchtung. Obwohl sich neuartige Verfahren wie "Genome Editing" deutlich von der herkömmlichen Züchtung unterscheiden, weil sie direkt das Erbgut manipulierten, findet nach derzeitiger Rechtslage keinerlei Regulierung statt. Das Gentechnikrecht werde nicht angewendet. Das jedoch sei eine Entscheidung gegen das Vorsorgeprinzip. Züchter, Landwirte und Verbraucher hätten keine Wahlfreiheit mehr. Über die mittel- und langfristigen Folgen der Techniken sei viel zu wenig bekannt. Hinzu komme, dass die Verfahren mehrfach und auch in Kombination angewendet werden könnten. Deshalb müssten die Techniken allein schon aus Vorsorgegründen der EU-Gentechnik-Regulierung unterliegen.