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(27.01.2012)
Ökologisch, nachhaltig und innovativ: Bundeslandwirtschaftsministerin
Ilse Aigner hat heute auf der Grünen Woche Betriebe mit dem "Förderpreis
Ökologischer Landbau" ausgezeichnet. Die Siegerbetriebe sind:
Die Demeter-Gärtnerei Obergrashof (Bayern) erhält den Förderpreis
Ökologischer Landbau 2012 für ihre innovative gesamtbetriebliche
Konzeption. Der Betrieb baut auf 55 Hektar Gemüse an, wobei die Betriebsleiter
dabei größten Wert auf Vielfalt, Nachhaltigkeit und geschlossene
Kreisläufe legen. Das spiegelt sich nicht zuletzt darin wider, dass sie
über 100 Sorten Feld- und Feingemüse anbauen.
Der Biokreis-Betrieb Gut Herrmannsdorf KG (Bayern) wird für die
erfolgreiche Vermarktung eines ungewöhnlichen Projekts in der ökologischen
Hühnerhaltung ausgezeichnet: Der Hof setzt auf Zwei-Nutzungshühner
und ein "Landhuhn-Darlehen": Verbraucher gewähren dem Betrieb
ein Darlehen in Höhe von 300 Euro und erhalten dafür zehn Jahre
lang Warengutscheine im Gesamtwert von 400 Euro.
Der Bioland-Betrieb "De Fischer ut Grambek" (Schleswig Holstein)
erhält die Auszeichnung für seine besonders artgerechte Haltung,
Zucht und Fütterung von Fischen. In 44 naturnah gestalteten Teichen wachsen
vorwiegend Karpfen, aber auch Schleien, Hechte und Welse heran. Dabei werden
nur so viele Tiere in den Teichen gehalten, dass rund 80 Prozent des Nahrungsbedarfs
aus dem natürlichen Angebot der Teiche gedeckt werden kann.
Der Preis wird seit 2001 an Betriebe vergeben, die erfolgreich ökologisch
wirtschaften und mit innovativen Konzepten überzeugen. Er ist mit insgesamt
22.500 Euro dotiert. Die Siegerbetriebe erhalten ein Preisgeld in gleicher
Höhe von jeweils 7.500 Euro.
(26.01.2012)
Trotz des Rückzugs des Chemiekonzerns BASF aus der Agro-Gentechnik in
Deutschland will die KWS Saat AG aus dem niedersächsischen Einbeck dem
Standort treu bleiben und das Geschäft sogar ausbauen. Nachdem vor kurzem
bereits Monsanto die Stelle seines Sprechers in Deutschland ersatzlos gestrichen
hatte, wird die BASF nun alle ihre Gentechnik-Aktivitäten in Deutschland
einstellen und sich auf den amerikanischen Kontinent konzentrieren. Grund
für den Rückzug der BASF ist die mangelnde Akzeptanz hierzulande
in der Bevölkerung sowie in der Politik. Eine entgegengesetzte Strategie
verfolgt jedoch der Saatgutkonzern KWS: Die Aktivitäten im Bereich Gentechnik
in Deutschland sollen in den kommenden Jahren ausgeweitet werden. Aktuell
wurde bekannt, dass die KWS eine neue siebenjährige Freisetzungsreihe
mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben beantragt hat. Die KWS
ist mittlerweile zum viertgrößten Saatgutkonzern der Welt herangewachsen
und macht 28 Prozent des Umsatzes mit Agro-Gentechnik, Tendenz steigend. Problematisch
ist zusätzlich, dass die KWS parallel dazu auch Lieferant für Ökosaatgut
ist.
(26.01.2012)
Angesichts der Skandale um mit Antibiotika belastetes konventionelles Fleisch
bezeichnet der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die
Maßnahmen der Regierung als ein Herumdoktern an Symptomen.
Die Ursache für den massiven Antibiotikaeinsatz liegt laut Felix Prinz
zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, in einer industriellen
Tierhaltung mit inakzeptablen Haltungsbedingungen in immer größeren
Beständen, durch welche der Krankheitsdruck stark zunehme. Der BÖLW
fordert, dass Subventionen für die industrielle Tierhaltung gestrichen
werden und die Agrarstrukturpolitik so gestaltet wird, dass eine weitere Ausdehnung
dieser Art der Tierhaltung gestoppt wird. Gefördert werden müsse
hingegen eine Landwirtschaft mit flächengebundener Tierhaltung und eigener
Futterversorgung ein Prinzip, wie es der ökologische Landbau bereits
verwirkliche. Nur so könne eine tatsächliche Reduktion des Antibiotikaeinsatzes
erreicht werden.
(24.01.2012)
Was sagt ein Preis einer Ware oder Dienstleistung über den Wert aller
entlang der gesamten Produktionskette entstandenen umweltrelevanten und sozialen
Kosten aus? Wie werden die Kosten für entstandene Umweltschäden
in einer Bilanz bewertet? Eine solche Vollkostenrechnung ist noch Zukunftsmusik.
Bislang fehlt es an allgemein anerkannten Methoden, Verfahren oder gar Standards.
Jetzt will der Rat für Nachhaltige Entwicklung die Debatte darüber
anschieben und hat einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Gesucht werden Praxisbeispiele
für die vollständige Berücksichtigung aller Kosten in der Unternehmensbilanz
und Denkanstöße für eine nachhaltige Unternehmensführung.
Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 15. Februar eingereicht werden.
Angesprochen sind Wissenschaftler, Studierende, Selbstständige, Unternehmer
und deren Mitarbeiter.
(23.01.2012)
Rund 23.000 Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Lebensmittelskandale,
Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für
eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert.
Verbraucher, Umwelt- und Tierschützer, Imker und Bauern sowie entwicklungspolitische
Gruppen zogen unter dem Motto Wir haben es satt! Bauernhöfe
statt Agrarindustrie zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin
Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen
der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter
für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft
durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale
und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt
werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen.
(20.01.2012)
Zum Auftakt der internationalen Grünen Woche fordern die Anbauverbände
Bioland und Naturland eine ökologische Agrarreform in globaler Verantwortung.
Das alte Zwei-Säulenmodell der EU-Agrarpolitik müsse abgeschafft
werden, denn es werde den gesellschaftlichen Anforderungen nicht mehr gerecht.
Die Agrargelder müssen von der Gießkannenförderung der 1.
Säule (flächenbezogene Direktzahlungen) zugunsten der 2. Säule
(Entwicklung des ländlichen Raumes) umgeschichtet werden. Es müsse
das Prinzip öffentliche Gelder für öffentliche Güter
und Leistungen' gelten. Die Verbände fordern Landwirtschaftministerin
Aigner auf, ihre Blockadepolitik gegen eine wirksame EU-Agrarreform aufzugeben.
Ansonsten werde die Bereitschaft in der Bevölkerung der EU sinken, weiterhin
jährlich knapp 60 Milliarden Euro Steuermittel in den Agrarbereich zu
pumpen.
(20.01.2012)
Mit Naturkost und Naturkosmetik wurden im vergangen Jahr im Biofachhandel
2,1 Milliarden Euro umgesetzt. Das teilt der BNN Herstellung und Handel e.V.
mit. Damit ist erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro geknackt. Im Vorjahr
waren 1,93 Milliarden und 2009 1,8 Milliarden Euro Umsatz erzielt worden.
Auf Bio-Lebensmittel entfielen 2011 circa 91 Prozent des Umsatzes, auf Naturkosmetik
und andere Artikel aus dem Non-Food-Sortiment neun Prozent.
(20.01.2012)
Die Ärzte-Vereinigung Association Santé Environnement France,
in der 2500 Mediziner organisiert sind, hat einen Führer zum Thema Bio-Ernährung
herausgegeben. Immer mehr Patienten fragen uns nach dem Gesundheitswert
von Fertiggerichten, nach den Vorzügen von regionalen Lebensmitteln und
nach der Qualität von Bio-Lebensmitteln. Das, was hierüber im Internet
zu finden ist, widerspricht sich nicht selten. Daher möchten wir ihnen
einen Ratgeber von Seiten der Ärzte zur Verfügung stellen,
erläutert Dr. Pierre Souvet, Vorsitzender der Ärztevereinigung.
(19.01.2012)
Zum Start der internationalen Agrarmesse "Grüne Woche" haben
Bauern, Umweltschützer und Tierschützer den "Kritischen Agrarbericht"
vorgestellt. Darin warnen Experten vor dem Raubbau an Wäldern auf Kosten
der Umwelt und sagen einen Preiskampf bei der Hähnchenmast in Deutschland
voraus. Die deutschen Bauern sind nach dem Bericht auf dem Weg zu einer gewaltigen
Überproduktion von Geflügelfleisch. Bundesweit seien Ställe
für bis zu 36 Millionen Hähnchen geplant. Allein im Landkreis Emsland
lägen Anträge für 11 Millionen Mastplätze vor. Um die
bundesweite Nachfrage zu stillen, seien jedoch "nur" 3,2 Millionen
(!) neue Plätze ausreichend. Die Autoren äußerten sich außerdem
kritisch zur übermäßigen Gabe von Antibiotika an Masttiere,
die auch Auswirkungen auf das menschliche Gesundheitssystem habe. Der Sammelband
kritisiert auch die anhaltende Spekulation mit Agrarrohstoffen. Experten warnen
darin außerdem vor einem Raubbau an den Wäldern, um im Zuge der
Energiewende wieder mehr Holz als Brennstoff zu gewinnen.
(18.01.2012)
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat erstmals
die Rahmenbedingungen für den Ökolandbau in den einzelnen Bundesländern
einer umfassenden Bewertung unterzogen. Denn es ist Aufgabe der Bundesländer,
die sogenannte zweite Säule der europäischen Agrarpolitik umzusetzen,
innerhalb derer die Ökoförderung verankert ist. Spitzenreiter des
Rankings ist Bayern gefolgt von Baden-Württemberg und Sachsen. Die hohe
Punktzahl dieser Bundesländer ergab sich aus guten Werten in fast allen
Kriterien, die der BÖLW für eine sinnvolle Förderung des Ökolandbaus
identifiziert hat. Dazu zählen u. a. die verlässliche Bereitstellung
ausreichender Flächenprämien für die Umstellung und Beibehaltung
von Ökolandbau, sein Stellenwert im Fördergefüge oder die Angebote
zu Ausbildung, Beratung, Information und Vermarktung. Die Schlusslichter Brandenburg
und Schleswig-Holstein fallen mit dem Aussetzen der Umstellungs- (Brandenburg)
bzw. Umstellungs- und Beibehaltungsförderung (Schleswig-Holstein) in
der Punktewertung weit zurück. In nahezu allen Bundesländern sind
die Ausgaben je Hektar Ökolandbau-Fläche seit 2003 gesunken, nur
in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind sie gestiegen.
(18.01.2012)
Im Rahmen der Kampagne Meine Landwirtschaft rufen über 90
Organisationen dazu auf, am 21. Januar in Berlin für einen Systemwechsel
in der Agrarpolitik auf die Straße zu gehen. Ihr Motto: Wir haben
es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie. Die Umwelt-, Bauern-,
Verbraucher- und Tierschutzorganisationen vermelden aktuell 80 Busse, die
zum Beginn der Grünen Woche mit Demonstranten aus ganz Deutschland nach
Berlin rollen. Der letzte Antibiotika-Skandal, zunehmende Hungerkatastrophen
wegen nicht eingedämmter Spekulationen mit Lebensmitteln und alarmierendes
Artensterben aufgrund der zunehmenden Monokulturen auf den Feldern zeigen
deutlich die Risiken der industriellen Lebensmittelproduktion für Mensch,
Tier und Umwelt auf. Ein Richtungswechsel der Agrarpolitik ist mehr als überfällig,
denn nur ein Systemwechsel kann Verbraucherschutz gewährleisten und die
Herausforderungen des Klimaschutzes, der Hungerbekämpfung und des Artenrückgangs
lösen. Im vergangenen Jahr lockte die Demo knapp 22.000 Demonstranten
auf die Straße; die Veranstalter hoffen wieder auf eine ähnlich
zahlreiche Unterstützung aus der Bevölkerung!
(17.01.2012)
Die Landwirtschaftliche Rentenbank verleiht einen Förderpreis für
wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Sicherung der Welternährung
auseinandersetzen. Interessenten sollten bis zum 23. Januar 2012 einen Antrag
eingereicht haben. Die Stiftung interessiert sich für Studien, die den
Beitrag der Land- und Ernährungswirtschaft zur Ernährungslage bewerten
oder einen effizienten Umgang mit knapper werdenden Ressourcen aufzeigen.
Eingereicht werden können auch Arbeiten, die politische oder wirtschaftliche
Aspekte beleuchten. Förderwürdige Studien werden mit maximal 20.000
€ unterstützt. Die Fördermittel werden über jährliche
Ausschreibungen zu wechselnden aktuellen Themen vergeben.
(16.01.2012)
Beim ersten internationalen BioFach-Camp am 16. Februar 2012 sollen die Fach-
und Führungskräfte von morgen Ideen und Vorstellungen von Nachhaltigkeit
in der Lebensmittelbranche einbringen. Jeder ist aufgerufen, sich aktiv mit
seinen Ideen am BioFach-Camp zu beteiligen. Fragen könnten z. B. sein:
Wie sehen glaubwürdige Nachhaltigkeitsleistungen eines Lebensmittelherstellers
aus? Wie kann man Nachhaltigkeit in Wertschöpfungsketten weiter denken?
Interessierte können sich noch bis Mittwoch, 18. Januar, mit einem Workshop-Thema
(Fokus Nachhaltigkeit in der Bio-Branche oder Lebensmittelwirtschaft) online
bewerben. Ab dem 19. Januar schließt sich ein Online-Voting an, bei
dem über die fünf Themen des Camps abgestimmt wird. Das eigentliche
BioFach-Camp wird dann am Donnerstag, den 16. Februar auf der BioFach im NürnbergConvention
Center (NCC) Ost im Saal St. Petersburg von 15 bis 18 Uhr stattfinden.
(13.01.2012)
Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) setzt sich seit fünf
Jahrzehnten für ein "Leben aus gesunder Erde" ein. Anlässlich
dieses Jubiläums beleuchtet die ÖKOLOGIE & LANDBAU in ihrer
aktuellen Ausgabe die Entwicklung der SÖL: Als die SÖL sich bereits
Mitte der 1970er-Jahre dem Thema ökologischer Landbau zuwandte, betrat
sie damit geistiges Neuland. Die Idee, eine andere Form der Landwirtschaft
zu verwirklichen, wurde seinerzeit von vielen belächelt, bekämpft
oder einfach nur ignoriert. Inzwischen hat sich aus dem damaligen Impuls eine
akzeptierte und anerkannte Alternative entwickelt. ÖKOLOGIE & LANDBAU
zeigt auf, wie die Stifter das Wissen zum Ökolandbau förderten.
Sie haben früher als andere die Grenzen des Wachstums erkannt und die
kreativsten Köpfe an einen Tisch geholt, um Lösungen der drängenden
Probleme der Landwirtschaft zu erarbeiten.
(10.01.2012)
Der SWR hat das 50-jährige Jubiläum der SÖL als Anlass genommen,
einen Fernsehbeitrag über die Aktivitäten der Stiftung zu senden.
In der Sendung "Im Grünen" wurde Ende Dezember ein Portrait
der SÖL ausgestrahlt, in dem gezeigt wird, welchen Beitrag die SÖL
in den letzten fünf Jahrzehnten zur Weiterentwicklung des Ökolandbaus
leisten konnte.
(09.01.2012)
Kürzlich wurde die 100. Lizenz zur Nutzung des Siegels "Ohne Gentechnik"
an die bayerische Molkerei "Zott" vergeben. Das Siegel, welches
vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. vergeben wird, findet immer
größere Verbreitung. Ziel des Verbandes ist es, die Erzeugung von
Lebensmitteln ohne Gentechnik mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen,
zu fördern und die Verbraucher über Lebensmittel ohne Gentechnik
aufzuklären. Der Verband hat 88 Mitglieder. Mit der Kennzeichnungsangabe
"Ohne Gentechnik" dürfen seit Mai 2008 tierische Erzeugnisse
gekennzeichnet werden, wenn auf Futtermittel verzichtet wurde, die als "genetisch
verändert" zu kennzeichnen sind. Bislang sind es vor allem konventionelle
Produzenten von Eiern und Milchprodukten, die das "Ohne Gentechnik"-Logo
verwenden. Nach EU-Regelung müssen konventionelle tierische Produkte
nicht gekennzeichnet werden, wenn die Tiere mit gentechnisch veränderten
Pflanzen gefüttert werden. Mit dem Siegel soll diese Kennzeichnungslücke
geschlossen werden. Dies ist im Interesse der Verbraucher, welche zum Großteil
Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen.
(04.01.2012)
Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Imkern und der Wasserwirtschaft
hat mit sofortiger Wirkung seine Mitarbeit im Forum des Pestizid-Aktionsplans
des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV) aufgekündigt. Anlass ist die Verabschiedung des Pflanzenschutzgesetzes
und des darin verankerten "Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln" (Nationaler Pestizid-Aktionsplan NAP) im Bundesrat.
Das Landwirtschaftsministerium orientiere sich beim Aktionsplan an den Interessen
der Agrarindustrie und zeige sich immun gegen Vorschläge, die Pestizidbelastungen
ernsthaft zu senken. Eine Unterstützung von Seiten der Verbände
werde es dafür nicht erhalten. Zu dem Bündnis gehören das Pestizid
Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany), der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND), Greenpeace, der Naturschutzbund (NABU), der Berufs- und
Erwerbsimker-Bund (DBIB) sowie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
(BDEW).
(03.01.2012)
Ende September 2011 wurde die Regionalwert AG Isar/Inn von Unternehmern aus
München und Umgebung gegründet. Die RWAG Isar/Inn wird unter der
selben Marke und mit dem gleichen Unternehmenskonzept wie es die Regionalwert
AG Freiburg bereits umsetzt, mit Kapital von Bürgern aus der Region,
die Wertschöpfungskette ökologische Ernährungswirtschaft vom
Acker bis auf den Teller aufbauen und vernetzen. Mit der Gründung der
zweiten Regionalwert AG ist der Startschuss für die Multiplikation des
erfolgreichen und ehrgeizigen Regionalentwicklungskonzeptes gegeben. Zahlreiche
weitere Regionen arbeiten bereits an der Gründung. Für eine gelingende
Verbreitung von Regionalwert AG haben die Verantwortlichen aus Freiburg bereits
eine Dachgesellschaft, die Regionalwert Treuhand gegründet, an der alle
zukünftigen Regionalwert AG´s Gesellschafter werden müssen,
um die Marke nutzen zu dürfen. Mit dem Eintritt in die Gesellschaft erhalten
die Akteure in den jeweiligen Regionen das bisher aufgebaute Know-how zur
Gründung und Führung einer Regionalwert AG zur Verfügung gestellt
und können an der zukünftigen Entwicklung des Unternehmenskonzeptes
gleichberechtigt mitwirken.
