Öko-Feldtage

Impulse & Innovationen

Mit den Öko-Feldtagen zeigt die Biobranche der Öffentlichkeit, wie innovativ sie ist. Die bundesweite Veranstaltung wurde 2017 von der SÖL initiiert und gemeinsam mit der FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) Projekte GmbH durchgeführt. Mit den alle zwei Jahre stattfindenden Öko-Feldtagen werden nicht nur Biobauern angesprochen, sondern genauso konventionellen Kollegen. Ihnen soll der Zugang zur Idee des biologischen Landbaus und seiner Praxis erleichtert werden. In den vergangenen Jahren war bundesweit ein starkes Umstellungsinteresse zu verzeichnen und die Öko-Feldtage informieren zu moderner Landtechnik, neuen Pflanzensorten und artgerechter Tierhaltung.

Das Thema Innovationen zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept der Öko-Feldtage. Innovation“ steht dabei sowohl für neue Ideen als auch für neue Erfindungen, die das Potenzial haben, in der Praxis erfolgreich zu sein. Das gilt nicht nur für neue technische Entwicklungen, sondern auch für neue Systemansätze (z. B. Mobilställe für Hühner), neue soziale Modelle (z. B. Gemüse-Selbsternte), neue Anbausysteme (z. B. Composite-Cross-Weizen-Populationen) oder für neue Behandlungs- und Anwendungsbereiche (z. B. Einsatz von Kompost-Tee).

Innovationen entstehen vielfach aus Anregungen der Praxis, die in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten weiterentwickelt und optimiert werden. Auf den Öko-Feldtagen finden daher diverse Veranstaltungen statt, in denen neue Forschungsergebnisse präsentiert und aktuelle Themen diskutiert werden. Ganz konkret geht es um praktische Lösungsansätze für Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau bis zum Handel.

Die nächsten Öko-Feldtage werden 2021 auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacher Hof in Villmar stattfinden.

Mehr Infos unter www.oeko-feldtage.de


Impressionen von den Öko-Feldtagen


Rückschau der vergangenen Öko-Feldtage

Öko-Feldtage 2019 – Impulse für die ganze Landwirtschaft

Die zweiten bundesweiten Öko-Feldtage knüpfen an den großen Erfolg der ersten an. Mehr als 11.000 Besucher*innen erleben am 3. und 4. Juli die Innovationskraft und Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, dem Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Kassel. Die Highlights der Veranstaltung: Maschinenvorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen in Tierhaltung, Pflanzenbau und –zucht sowie die Fachforen.

Bevor die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz den Treffpunkt der ökologischen Landwirtschaft eröffnete, brachte sie ihre Vision von 25 Prozent Ökolandbau im Jahre 2025 in Hessen mit vielen anderen Playern der Branche auf eine riesige Leinwand. Das Kunstwerk ist so kreativ und bunt wie der Ökolandbau selbst, um Antworten auf die drängenden Fragen der Landwirtschaft zu finden. „Die ökologische Landwirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung und dazu tragen die Öko-Feldtage bei“, sagte Hinz als der Pinsel wieder gegen das Mikrofon getauscht war. „Neue Wege in der Tierhaltung, neue Sorten, und Fruchtfolgen als Reaktion auf die Klimakrise: All das wird hier zwischen Landwirt*innen, Forschenden und Politiker*innen auf dem Feld, im Stall und in Foren diskutiert“, so die Ministerin weiter.

Aufbruchstimmung in der gesamten Landwirtschaft

Bei idealem Wetter machten sich über 11.000 Besucher*innen auf den Weg nach Frankenhausen, um zu sehen, was die ökologische Landwirtschaft zu bieten hat – darunter auch viele konventionell wirtschaftende Kolleg*innen und zahlreiche Studierende und Auszubildende. „Das große Interesse an den Öko-Feldtagen spiegelt den Aufbruch vieler Landwirte wieder und die Innovationskraft von Bio“, sagte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW. „Biobauern und solche, die es werden wollen, haben hier eine Fülle von Ideen für ihre tägliche Arbeit bekommen. Der Erfolg der Öko-Feldtage und die Lösungen, die Bio für die großen Zukunftsfragen entwickelt hat, strahlen so in die Politik und die gesamte Landwirtschaft aus.“

„Wir freuen uns, dass die Öko-Feldtage schon beim zweiten Mal zu einer etablierten Plattform für alle Landwirt*innen geworden sind, um das Wissen zwischen Praxis und Forschung zu teilen“, resümiert Projektleiter Carsten Veller von der FiBL Projekte GmbH nach der Veranstaltung und gibt eine Überraschung für die Feldtage in zwei Jahren bekannt: „Nachdem wir die Öko-Feldtage nun zwei Mal sehr erfolgreich auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen veranstaltet haben, übernimmt für 2021 ein neuer Betrieb den Staffelstab: Die Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof, der Lehr- und Versuchsbetrieb der Universität Gießen.“

Technik und traditionelles Wissen

Besonders groß waren die Besucherzahlen bei den Maschinenvorführungen, den Neuentwicklungen und den Fachforen: Hier verbinden sich moderne Technik, neues und traditionelles Wissen. Viele kamera- und GPS-geführte Hacken standen im Fokus des Interesses. Ein weiteres Highlight der Feldtage waren die zahlreichen Demoparzellen der Aussteller und die Landessortenversuche zu Ackerbohne, Weizen, Triticale, Mais und Kartoffeln. „Das Wertvollste an den Öko-Feldtagen war der Austausch mit Kolleg*innen und Forschenden“, sagt Johannes Eisert, Bio-Jungbauer vom Gladbacherhof. Besonders spannend für ihn: Der Fortschritt in der Elektromobilität. Über einen elektrisch betriebenen Hoftrac denkt er seit den Öko-Feldtagen nach.

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Fast 350 Unternehmen, Verbände und Organisationen präsentierten Saatgut, Sorten, Landtechnik, Betriebsmittel, Futtermittel, Stallbau, Beratungsleistungen und vieles mehr. Das Programm der Öko-Feldtage zeigte in einer Mischung aus Praxis und Forschung eine Vielzahl von Neuigkeiten rund um die ökologische Landwirtschaft. Besucherinnen konnten sich beispielsweise in über 50 Maschinenvorführungen von Hacken, Striegeln, Schwadern, GPS- und kamerageführten Maschinen einen Eindruck von der neusten Landtechnik verschaffen. Viele Innovationsbeispiele zeigten Prototypen und Neuentwicklungen wie beispielsweise Unkrautroboter, einen Solar-Jäteflieger, ein Pflug-Mulch-System und eine Pflanz-Mulch-Maschine.

Neuste Erkenntnisse zu Herausforderungen wie Klimakrise, Öko-Züchtungen und Tierwohl wurden in sehr gut besuchten Foren behandelt und von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen diskutiert. Auf 1.200 Demoparzellen stellten Firmen, Züchtung Beratung und Lehre zudem über 70 Kulturen von Ackerbohne bis Zuckerrübe und Betriebsmittel für den ökologischen Landbau vor.

Die Tierhaltung war ein weiterer Schwerpunkt der Öko-Feldtage: es gab fast doppelt so viele Austeller mit Tierbezug, ein Fachforum Stallgespräche und zwei Zelte, in denen Wissenschaftler*innen und Berater*innen ihre Projekte vorstellten. Zudem fand im Rahmen der Öko-Feldtage die Züchtertagung zum Deutschen Schwarzbunten Niederungsrind mit integrierter Tierschau statt. Jamie wurde zur Miss Domäne Frankenhausen aufgrund ihrer Lebensleistung gewählt: 70.000 Liter Milchleistung und 14 Kälber.

Der Veranstaltungsort – Domäne Frankenhausen

Die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen ist der Lehr- und Versuchsbetrieb des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Der Biohof liegt in zentraler Lage vor den Toren Kassels. Er verfügt über umfangreiche überdachte Gebäudekapazitäten, 250 ha Ackerland, 40 ha Grünland sowie eine moderne Tierhaltung. Die Domäne ist ein Lehr-, Forschungs- und Transferzentrum für ökologischen Landbau und nachhaltige Regionalentwicklung, aber genauso auch Wirtschaftsbetrieb: Sie vermarktet beispielsweise Milch, Eier und Fleisch der Nutztiere sowie Möhren und Kartoffeln. Der Hof war der Mittelpunkt der Öko-Feldtage. Besucherinnen und Besucher konnten die Flächen und Methoden des Betriebes besichtigen. Auch die moderne Tierhaltung wurde am Beispiel der Milchviehhaltung und der Haltung von Legehennen im Mobilstall demonstriert. In einem aktuellen Forschungsprojekt geht es beispielsweise um Substrate für den Nahbereich von Legehennenställen. Ziel ist es, Nährstoffeinträge im Auslaufbereich zu verringern und die Nährstoffe aus dem Substrat zurück zu gewinnen.

Organisation & Veranstalter

Das starke Team von Partnern organisierte die Veranstaltung 2019 in bewährter Zusammenarbeit. Die FiBL Projekte GmbH ist Veranstalter. Mitveranstalter sind das Hessische Landwirtschaftsministerium und die Universität Kassel mit der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen und dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und die Stiftung Ökologie und Landbau. Der BÖLW ist Schirmherr der Veranstaltung. Das Hessische Landwirtschaftsministerium unterstützte die Veranstaltung auch 2019 wieder finanziell im Rahmen des Ökoaktionsplans. Die Firma dennree war Goldsponsor der Öko-Feldtage 2019. Interessierte finden weitere Informationen auf der Webseite: www.oeko-feldtage.de

Quelle: Pressemitteilung FiBL Projekte GmbH

Öko-Feldtage 2017 – Rundum gelungener Start!

Die Premiere der Öko-Feldtage ist ein voller Erfolg. Mehr als 8.000 Besucher erleben am 21 und 22. Juni die Innovationskraft und Vielfalt der ökologischen Landwirtschaft auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen. Die Highlights der Veranstaltung: Maschinen­vorführungen, Neuentwicklungen und Prototypen sowie zahlreiche Demonstrationsparzellen von Ackerbohne bis Zuckerrübe.

Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz eröffnete den Treffpunkt der ökologischen Landwirtschaft. „Die große Zahl der Aussteller und Besucher beweist, dass die Veranstalter die richtige Idee mit dem richtigen Konzept zur richtigen Zeit gehabt haben“, stellte die Ministerin fest und ergänzte: „Auch der Ökolandbau muss bereit sein an den Entwicklungen in Wissenschaft und Technik teilzuhaben. Genau dabei hilft das neue Format der Öko-Feldtage. Hier können sich die vielfältigen Strukturen, Akteure und Aktivitäten im ökologischen Landbau in Deutschland bündeln und miteinander vernetzen. Hessen ist mit führend im Ökolandbau und deshalb auch stolz, dass bei uns die ersten bundesweiten Öko-Feldtage stattfinden.“

Aufbruchstimmung

Bei tropischen Temperaturen machten sich über 8.000 Besucherinnen und Besucher auf den Weg nach Frankenhausen um zu sehen, was der ökologische Landbau zu bieten hat –darunter auch zahlreiche Studierende und Auszubildende. „Die Öko-Feldtage sind ein Spiegel für die Stimmung von Aufbruch und Innovation in der gesamten Landwirtschaft“, sagt Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, dem Schirmherrn der Öko-Feldtage. „Biobauern und solche, die es noch werden wollen, haben hier eine Fülle von Ideen für ihre tägliche Arbeit bekommen. Der Erfolg der Öko-Feldtage strahlt so in die Politik und den konventionellen Landbau aus.“

„Das Konzept ging voll auf, die Stimmung an beiden Tagen war toll, das Konzert in der Mittsommernacht begeisterte Jung und Alt: Die Öko-Feldtage sind eine neue Plattform, auf der konzentriertes Wissen zwischen Praxis und Forschung geteilt und die Leistungen des Ökolandbaus gewürdigt werden. Gleichzeitig geht der Blick nach vorne, um die aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel, Öko-Züchtungen und Tierwohl anzupacken“, resümiert Carsten Veller nach der Veranstaltung.

Technik und traditionelles Wissen

Besonders groß waren die Besucherzahlen bei den Maschinenvorführungen und bei den Neuentwicklungen: Hier verbinden sich moderne Technik und traditionelles Wissen. Elf Kamera- und GPS-geführte Hacken standen im Fokus des Interesses. Ein weiteres Highlight der Feldtage waren die zahlreichen Demoparzellen der Aussteller und die Landessortenversuche zu Ackerbohne, Weizen, Mais und Kartoffeln. „Nicht mehr beizen beim Mais und weniger spritzen beim Weizen“, ist der Kommentar von Landwirt Karsten Meyer aus Niedersachsen, der mit dem Gedanken spielt, seinen Betrieb umzustellen. „Auf dem Weg dorthin haben mich die Öko-Feldtage ein Stück vorangebracht“.

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Vielfältiges Programm von Schneckenrobotern bis Praxisforschung

Das Programm der Öko-Feldtage war so vielfältig wie die ökologische Landwirtschaft selbst. In zahlreichen Vorführungen haben die Bäuerinnen und Bauern Hacke, Striegel, GPS- und kamerageführte Maschinen im praktischen Einsatz in Augenschein genommen. Innovationsbeispiele zeigten neue Entwicklungen, wie etwa Unkrautbekämpfung und Schneckensuche mit Robotern oder einen umweltfreundlichen Erdgastraktor. In Sonderschauen erfuhren die Besucher Neues über Bio-Tierhaltung und Kompost.

Hitze über 30 Grad auf den Öko-Feldtagen: Ein praktisches Beispiel für das Thema Klimawandel und was er für Ökobetriebe bedeutet, das im Forum zwischen Wissenschaftlern und Praktikern diskutiert wurde. Forscher und Berater stellten im Zelt „Praxis trifft Forschung“ viele weitere aktuelle Forschungsergebnisse mit starker Praxisrelevanz vor, z.B. zu regionalen Bio-Futtermitteln, Ebermast, Leguminosen und Nährstoffmanagement. In einem zweiten Fachforum präsentierten Aussteller aus Wissenschaft und Wirtschaft weitere Themen rund um den Ökolandbau, wie etwa Artenvielfalt auf Ökobetrieben, ökologischer Pflanzenschutz und innovative Technik auf dem Acker.

Domäne Frankenhausen: Der ideale Veranstaltungsort

Am Veranstaltungsort, der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, wird der Austausch zwischen Praxis und Forschung schon lange praktiziert. Sie ist ein Lehr-, Forschungs- und Transferzentrum für ökologischen Landbau und nachhaltige Regionalentwicklung, aber genauso auch Wirtschaftsbetrieb: Die Domäne vermarktet beispielsweise Milch, Eier und Fleisch der Nutztiere sowie Möhren und Kartoffeln. Ganz praktisch konnten die Besucher sich beispielsweise Klauenpflege in einem dafür entwickelten Stand anschauen und auf der Möhrenfläche eine Reihenfräse mit GPS-Lenkung. Zahlreiche Poster etwa zur Integration von Naturschutzzielen in den ökologischen Landbau, zu Herausforderungen der Tierhaltung und zu Züchtungsstrategien wurden von der Universität Kassel erstellt und verbleiben größtenteils auch danach auf dem Gelände.

Organisation & Veranstalter

Initiiert wurden die Öko-Feldtage von der Stiftung Ökologie & Landbau, die Veranstaltung erfolgte gemeinsam mit der FiBL Projekte GmbH. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt die Öko-Feldtage finanziell und ist gemeinsam mit der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen / Universität Kassel Mitveranstalter. Der BÖLW ist Schirmherr der Veranstaltung, die Dennree GmbH der Hauptsponsor.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.oeko-feldtage.de

Quelle: Pressemitteilung FiBL Projekte GmbH

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