Karl-Werner-Kieffer-Preis

Karl-Werner-Kieffer, © SÖL

Übersicht

Über den Karl-Werner-Kieffer-Preis

Zum Gedächtnis an ihren Gründer, Karl Werner Kieffer (1912 - 1995), verleiht die Stiftung Ökologie & Landbau seit 1996 den Karl-Werner-Kieffer-Preis. Mit diesem Preis werden Leistungen ausgezeichnet, die dem Schutz unserer Umwelt und der Förderung des Ökolandbaus dienen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Preisträger 2011

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) hat am 02.12.2011 im Rahmen ihrer Feier zum 50jährigen Jubiläum den Karl-Werner-Kieffer-Preis an Dr. Felix Prinz zu Löwenstein verliehen. Damit würdigt die SÖL seinen besonderen Einsatz für die gesellschaftliche Anerkennung des ökologischen Landbaus sowie für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik.

Nach Auffassung der SÖL ist es Felix Löwenstein in hervorragender Weise gelungen, über viele Jahre hinweg die Anliegen des ökologischen Landbaus glaubhaft und zugleich überzeugend in die Gesellschaft zu tragen. Des Weiteren wird sein Auftreten, sein Engagement sowie seine Fachkenntnis in Ministerien und Behörden gleichermaßen anerkannt und geschätzt. Auch ist es ihm gelungen, die verschiedenen Verbände und Gruppen - trotz unterschiedlicher Partikularinteressen - innerhalb des ökologischen Landbaus zusammenzuführen, indem er stets das gemeinsame Anliegen in den Vordergrund stellte. Nicht zuletzt ist es ihm dank seines Humors und seiner Natürlichkeit gelungen, Menschen davon zu überzeugen, dass es nur mit dem ökologischen Landbau gelingen wird, der Menschheit ein Überleben auf diesem Planeten zu ermöglichen.

Zur Person

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Biolandwirt, wurde 1954 in eine traditionsreiche, weit verzweigte Familie geboren. Nach der Schulzeit am Jesuitenkolleg St. Blasien/Schwarzwald studierte Löwenstein an der agrarwissenschaftlichen Fakultät der TU München in Weihenstephan und schloss das Studium 1982 mit der Promotion über "Informationsverhalten und Informationsübermittlung in der landwirtschaftlichen Offizialberatung" ab. Nach einer dreijährigen Entwicklungshelfer-Tätigkeit auf Haiti übernahm er 1986 den elterlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb (130 Hektar Landwirtschaft, 100 Hektar Wald) und stellte das Gut in Südhessen, das seit 500 Jahren im Besitz der Familie ist, auf Biolandbau um. Löwenstein ist Mitglied im Naturland-Präsidium und seit 2002 als Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) politischer Vertreter der deutschen Biobranche. Er ist im Vorstand des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL Deutschland) und engagiert sich in alter Familientradition im Malteserorden. Löwenstein ist verheiratet und hat sechs Töchter. Er ist Autor des Buches "FOOD CRASH - Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr", das im September 2011 bei Droemer Knaur erschienen ist.

Laudatio: Dr. Robert Hermanowski, FiBL

Preisträger 2007

Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher

Für sein Verdienst um die Initiative des Global Marshall Plans hat die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) am 23. November 2007 Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher mit dem Karl-Werner-Kieffer-Preis ausgezeichnet.

Angesichts weltweiter Umweltprobleme sowie globaler Wirtschaftsprobleme wie Armut oder Migrationsdruck wird deutlich, dass wir das Schicksal unserer Erde nicht alleine den reinen Wirtschaftskräften überlassen können. Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich ein für den Aufbau einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft, die eine nachhaltige Entwicklung und gerechtere Globalisierung ermöglicht. Radermacher, der Entwicklung und Veränderung in allen Ländern und die Erarbeitung eines fairen globalen Vertrags fordert, um eine "Welt in Balance" zu ermöglichen, verbreitet diese Idee in seinen Publikationen und zahlreichen Vorträgen.

Festrede: Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a. D.
Laudatio: Peter Kieffer, SÖL-Vorstand

Preisträger 2004

"Landwirtschaft, Gesundheit, Neue Arbeit und Kultur" Marbachshöhe, Kassel

Für den beispiel- und modellhaften Einsatz ökologischer Lebensmittel in der prophylaktischen Gesundheitspflege und zur Unterstützung von Heilungsprozessen.

Festrede: Dr.Uli Zerger, SÖL-Vorstand
Laudatio: Dr. Roman Lietha, SÖL-Stiftungsratsmitglied

Preisträger 2002

Schulbauernhof Ummeln bei Bielefeld

Schulbauernhof Ummeln bei Bielefeld als beispielhafte Umweltbildungsinitiatve im Bereich des ökologischen Landbaus (Pionierarbeit).

Anerkennungsurkunden erhielten: Wacholderhof, Murrhardt-Steinberg; Ökologisches Schullandheim & Tagungshaus, Alheim-Licherode; Ökohof Hiß, Eichstetten.

Festvortrag: Dipl.-Ing. agr. Immo Lünzer

Laudatio: Hans-Heiner Heuser, Evangelische Landjugendakademie

Preisträger 2000

Arbeitsgemeinschaft "Weite Reihe" im ökologischen Getreidebau (Konstantin Becker)

Für die Erfindung, Entwicklung und Anwendung des Weitreihenverfahrens bei Getreide im ökologischen Anbau.

Festvortrag: Walter Kress
Laudatio: Prof. Dr. Günter Leithold

Preisträger 1998

Lorenz Lütkemeyer

Pollichia-Ortsgruppe Bad Dürkheim unter Leitung von Dieter Raudszus

Lorenz Lütkemeyer für die Geräteneuheit: Pneumatische Unkrautregulierung in Reihenkulturen.

Pollichia-Ortsgruppe Bad Dürkheim unter Leitung von Dieter Raudszus
für ökologische Naturschutzmaßnahmen.

Festvortrag: Prof. Dr. Hartmut Vogtmann
Laudatio: Walter Kress, Dagi Kieffer

Preisträger 1996

Kress & Co. GmbH, Walter Kress

Patrick Siben

Kress & Co. GmbH, Walter Kress für die Entwicklung umweltschonender Landtechnik.

Patrick Siben für den ökologischen Umbau des Hofgutes Odinsthal, insbesondere für die Errichtung einer Pflanzenkläranlage.

Festvortrag: Karl-Friedrich Müller-Reißmann
Laudatio: Bernward Geier, Dagi Kieffer