Die Stifter

Karl Werner Kieffer

"Vielleicht entwickelt sich die Welt doch fort
nach vorne und oben zugleich
und wir dürfen getrost den Stab
kommenden Generationen in die Hand drücken.
Das Beste, was wir Älteren tun können, ist,
den Jüngeren den Weg ein wenig zu ebnen."

(Karl Werner Kieffer)

Stifterportrait

Der Wirtschaftsingenieur Karl Werner Kieffer (1912-1995) war über zwei Jahrzehnte im Vorstand der Pfaff AG tätig. Als er sich 1973 im Alter von 61 Jahren in den Aufsichtsrat zurückzog, eröffnete sich ihm dadurch die Möglichkeit, seine zukunftsweisenden Vorstellungen von einer zukunftsfähigen Gesellschaft umzusetzen: Jetzt konnte er sich intensiv seiner Stiftung widmen, die er 1961 mit seinem Privatvermögen gegründet hatte.

Über drei Jahrzehnte führte und begleitete Karl Werner Kieffer die Stiftungsentwicklung aktiv und voller Schaffensdrang. In unzähligen Vorträgen brachte er unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen vor allem das Konzept und die Notwendigkeit der so genannten "mittleren Technologie" (einer natur- und menschengerechten Technik) nahe. In Publikationen und Rundgesprächen setzte er sich für Veränderungen im Bereich von Wirtschaft und Technik auseinander. Karl Werner Kieffer hat die Stiftung mit Leben erfüllt, immer mit dem Ziel vor Augen, menschengemäße Wege der Gestaltung dieser einen Welt zu finden.

In Erinnerung an ihren Stiftungsgründer verleiht die SÖL seit 1996 den Karl-Werner-Kieffer-Preis.

Auszeichnungen Karl Werner Kieffer:

  • 1977 Theodor-Heuss-Preis
  • 1988 Bodo-Manstein-Medaille
  • 1990 Vital-Umweltschutzpreis

Dagi Kieffer

"Ihre Weitsicht gleicht dem Späher
auf dem Segelschiff der Seefahrer,
der als Erster rufen konnte: Land in Sicht!"

(Bernd Louisoder, SÖL-Stiftungsrat)

Stifterportrait

Dagi Kieffer, 1925 auf einem Weingut in der Südpfalz geboren, hat die von ihrem Mann Karl Werner Kieffer gegründete Stiftung von Anfang an unterstützt. Sie stand ihm mit Rat und Tat zur Seite. Als sich die SÖL Mitte der siebziger Jahre verstärkt mit der Thematik "mittlere Technologie" und ökologischer Land- und Weinbau beschäftigte, brachte sich Dagi Kieffer mit herausragendem Engagement für die Belange der ökologischen Landwirtschaft ein. Ab 1976 war sie mit großem persönlichem Einsatz mehrere Jahre im Vorstand der Internationalen Vereinigung Biologischer Landbaubewegungen (IFOAM) aktiv. 1977 übernahm sie die Herausgabe der Zeitschrift "Ökologie & Landbau".

Von 1975-1990 war Dagi Kieffer im SÖL-Kuratorium und von 1990-2015 als Vorsitzende im Stiftungsrat unermüdlich für die Weiterentwicklung und Verbreitung des Biolandbaus im Einsatz. Immer wieder fragend und nach Lösungen suchend, brachte sie ihre Erfahrungen und Ideen ein. Alle ihre Initiativen waren geprägt vom Engagement für den Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe und für eine umweltgerechte Landwirtschaft als Grundlage unserer Kultur. 2015 hat sie sich im Alter von 90 Jahren aus der aktiven Begleitung der Stiftungsarbeit zurückgezogen.

Auf der Wanderausstellung "Ihrer Zeit voraus. Visionäre Frauen im Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz" im März 2014 im Umweltbundesamt in Dessau ist Dagi Kieffer mit ihrem beeindruckenden Lebenswerk in der Ausstellung vertreten

Auszeichnungen Dagi Kieffer:

  • 1988 Bodo-Manstein-Medaille
  • 1996 Francé-Verdienst-Medaille der BTQ
  • 1996 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2007 Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz
  • 2012 EuroNatur-Preis

 

 

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