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(25.09.2007) In einem auf Feldforschung basierenden neuen Projekt der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) sollen Wege zur Herstellung ökologischer Jungreben aufgezeigt und Betriebe bei der Umstellung der Rebveredlung unterstützt werden. Die heute übliche Praxis der Rebveredlung birgt einige Schwierigkeiten für die Erzeugung ökologischer Pflanzreben, sodass bisher kein Öko-Rebpflanzgut zur Verfügung steht. Im Mittelpunkt des dreijährigen Projekts, das durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) finanziert wird, steht die Suche nach neuen Methoden bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität des Öko-Rebpflanzguts. Dabei bilden drei Voraussetzungen, die für die Umstellung des Produktionsprozesses erfüllt sein müssen, den Untersuchungsschwerpunkt: Zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten bei Lagerung und Veredlung werden die Vermehrungspartner mit Verfahren und Mitteln behandelt, die in der EU-Öko-Verordnung zugelassen sind. Die Anzucht der Jungpflanzen in den Rebschulquartieren erfolgt auf Öko-Flächen, die ausschließlich mit ökologischen Pflanz- und Bodenpflegemaßnahmen bewirtschaftet werden. Die Verfügbarkeit ökologischen Vermehrungsmaterials soll erhöht werden, sodass Öko-Edelreiser und Öko-Unterlagen in ausreichender Menge und Vielfalt vorhanden sind. Die Umsetzung der geplanten Feldforschungen erfolgt auf Praxisbetrieben. Drei Rebveredler erproben neue Herstellungsverfahren und mehrere Weingüter prüfen die Qualität des Pflanzmaterials unter Praxisbedingungen.
Näheres: http://www.soel.de/forschung/oekologisches_rebpflanzgut.html
(21.09.2007) Am Samstag, den 22. September 2007 beginnt unter dem Motto "regional & fair" der zweiwöchige Aktionszeitraum zum Tag der Regionen 2007. Bundesweit rund 1.000 Veranstaltungen haben die beiden Begriffe "regional und fair" auf originelle Weise miteinander verknüpft. "Das Jahresmotto zielt auf die Stabilisierung regionaler Wirtschaftskreisläufe, die Existenzsicherung ansässiger Handwerker, Landwirte und Dienstleister, eine intakte Umwelt und schließlich auf die Belebung und zukunftsfähige Entwicklung der Regionen. Es ist ein anspruchsvolles Motto, da es jeden Einzelnen anspricht, über Zusammenhänge und das eigene Verhalten nachzudenken um Konsequenzen für eigenes, verantwortungsbewusstes Handeln zu ziehen", kommentiert Petra Wernicke, Ministerin für Landwirtschaft und Umwelt aus Sachsen-Anhalt die Veranstaltungen. Der Tag der Regionen ist ein Aktionstag, der vor allem die Potentiale ländlicher Regionen präsentiert. "Ländliche Räume haben einen hohen gesellschaftlichen, landschaftlichen und kulturellen Wert, der uns gerade heute wieder deutlich bewusst wird", bekräftigt Bundesminister Horst Seehofer als bundesweiter Schirmherr des Tag der Regionen. Einen Überblick über alle Veranstaltungen bietet die Internetseite www.tag-der-regionen.de.
Näheres: www.tag-der-regionen.de
(20.09.2007) Nach der am 12. September veröffentlichten Roten Liste 2007 der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) sind weltweit 16.306 Arten vom Aussterben bedroht. Aus einem Bericht der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) geht hervor, dass rund ein Fünftel aller Nutztier-Rassen weltweit vom Aussterben bedroht sind. Insgesamt umfasst die Rote Liste 41.415 Arten. Mittlerweile sind jede vierte Säugetierart, jede achte Vogelart, jede dritte Amphibienart und jede fünfte Hai- und Rochenart gefährdet. Lebensraumverlust, Wilderei, Umweltgifte sowie der nicht geregelte internationale kommerzielle Handel zählen zu den Hauptgefährdungsursachen der meisten Arten. Laut FAO-Bericht ist in den letzten sieben Jahren monatlich eine Nutztier-Rasse ausgestorben. Die modernen Hochleistungsrassen verdrängen viele lokale Züchtungen. So machen heute weltweit nur etwa 15 Tierrassen 90 Prozent aller Nutztiere aus. Die Generaldirektorin der IUCN Julia Marton-Lefèvre ermahnte, dass die bisherigen unschätzbaren Bemühungen zum Schutz der Arten nicht genug seien: "Die Geschwindigkeit des Artenverlustes nimmt zu und wir müssen auf allen Gesellschaftsebenen jetzt handeln, um sie signifikant zu reduzieren und die Krise globalen Aussterbens abzuwenden." Um die genetische Vielfalt der Nutztier-Rassen zu erhalten, wurde nun auf Initiative der FAO ein Globaler Aktionsplan ins Leben gerufen. Während der ersten internationalen Konferenz zum Erhalt der Nutztiervielfalt im Schweizer Ort Interlaken verpflichteten sich insgesamt 109 Länder, das Aussterben der Rassen zu verhindern und die vorhandenen genetischen Ressourcen bestandserhaltend zu nutzen, zu entwickeln und zu schonen.
Quellen:
(13.09.2007) DNR EU-Koordination: 16.306
Arten vom Aussterben bedroht
(19.09.2007) AID Newsletter: Globaler
Aktionsplan soll Rassen-Vielfalt erhalten
(18.09.2007) Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Bewegungsakademie schreiben zum sechsten Mal das Qualifizierungsprogramm Kurs ZukunftsPiloten für junge Umweltbewegte aus. Durch eine umfassende und systematische Ausbildung sollen junge engagierte Umweltschützerinnen und Umweltschützer für ein langfristiges Engagement in der Umweltbewegung qualifiziert werden. Diese studien- und berufsbegleitende Ausbildung für 16 junge Menschen im Alter von 21 bis 27 Jahren umfasst einen Zeitraum von zehn Monaten. Die Ausbildung beinhaltet sieben Seminare zu methodischen Aspekten umweltpolitischen Engagements, Teamarbeit zu aktuellen umweltpolitischen Themen sowie Praxisprojekte im Rahmen einer Umweltorganisation oder selbstorganisiert. Durch die Netzwerkbildung besteht lebendiger Austausch zwischen mittlerweile über 100 Teilnehmern und Absolventen des Kurses ZukunftsPiloten. Interessierte können sich bis zum 1. November 2007 bewerben. Der Kurs beginnt im Dezember. Das Projekt ZukunftsPiloten wird unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ist offizielles Projekt der Weltdekade der Vereinten Nationen 2004 - 2014 "Bildung für Nachhaltige Entwicklung".
Näheres: www.zukunftspiloten.de
(14.09.2007) In Anbetracht der schwierigen Ausbildungssituation in Rumänien und dem Fehlen beruflicher Perspektiven für Jugendliche hat die FCE Stiftung für Kultur und Ökologie - Medias / Rumänien einen Ausbildungshof zur Qualifikation für ökologischen Landbau eingerichtet. Für den weiteren Ausbau dieses Projektes, Die Kinder von Boiu, werden Landwirte mit Ausbildungserfahrung im Ruhestand oder erfahrene Gartenbaulehrer gesucht, die als Senior-Berater für einen gewissen Zeitraum die Arbeit konzeptionell und vor Ort im Sinne des biologisch-dynamischen Landbaus unterstützen. Mit dem Projekt soll ein praktischer Beitrag geleistet werden, um die Lebensbedingungen von Jugendlichen zu verbessern und die Ausbildungsbedingungen im Bereich der Landwirtschaft in ganz Rumänien zu verändern. Hierbei sind pädagogische, ökologische und ökonomische Aspekte zu beachten. Die Stiftung Media mit Sitz in Stuttgart, die das Projekt als Partnerstiftung unterstützt und die sich als gemeinützige Stiftung seit mehr als 15 Jahren mit aktiver Aufbauarbeit in Rumänien beschäftigt, steht für weitere Informationen zur Verfügung.
Näheres: Projekt "Kinder von Boiu", Partnerstiftung Media
(12.09.2007) Fragestellungen und Probleme des Öko-Ackerbaus auf Praxisbetrieben sind im Rahmen eines Forschungsprojekts vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau von der Stiftung Ökologie & Landbau untersucht worden. Zu den Schwerpunkten Humus und Getreideertrag, Schadnester in Getreide und Schäden bei Körnererbsen wurden über drei Jahre auf insgesamt 20 Betrieben eine Vielzahl von Schlägen beziehungsweise Beständen analysiert. Erkenntnisse zu Problemursachen, Zusammenhängen und Lösungswegen und die wesentlichen praxisrelevanten Ergebnisse sind als ausführlicher Bericht sowie als zusammenfassende Broschüre veröffentlicht.
Näheres: Modellprojekt Öko-Ackerbau
(10.09.2007) Zum Filmstart des Kinofilms "Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John" kommt der amerikanische Bio-Bauer John Peterson nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz, um seine eigene Lebensgeschichte vorzustellen. Im Rahmen einer KulTour mit Live-Musik von Lesley Littlefield wird John Peterson bei örtlichen Filmpremieren als Ehrengast und Gesprächspartner anwesend sein. Der Film erzählt in wunderbarer Weise die Lebensgeschichte des amerikanischen Farmers, der seit den späten Teenager-Jahren in dritter Generation Farmer auf dem Hof der Familie ist. Er erfährt in seinem Leben zahllose Brüche und Katastrophen, die ihn haarscharf am Rande des menschlichen und wirtschaftlichen Ruins vorbeiführen. Der Film wurde mit zahlreichen Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet und gewann unter anderem die renommierte "Goldene Schnecke" beim Slow Food Film Festival in Italien. Bundesstart des Films ist am 13. September 2007. An diesem Tag sind Farmer John Peterson und Lesley Littlefield, die ebenfalls Protagonistin des Films ist, bei der Filmvorführung in Kaiserslautern anwesend, hier ist die Stiftung Ökologie & Landbau Co-Veranstalter. Weitere Termine für die KulTour sind unter www.farmer-john-film.de abrufbar.
Näheres: www.farmer-john-film.de
(04.09.2007) Im November 2007 beginnt im Rahmen des Traineeprogramms Öko-Landbau eine fünfte Runde der Ausbildung von Fach- und Führungskräften für den Öko-Landbau. Hoch- und Fachhochschulabsolventen werden praxisnah auf die Tätigkeiten als Berater, Mitarbeiter in Kontrollstellen und in der Qualitätssicherung beziehungsweise Kontrolle in erzeuger- und verarbeitungsnahen Bereichen vorbereitet. Die Auswahl der diesjährigen 25 internen und externen Ausbildungsstellen durch das Konzeptionsteam ist jetzt abgeschlossen. Interessierte Hoch- und Fachhochschulabsolventen können sich bis zum 17. September 2007 mit einer zentralen Kurzbewerbung mit einem vorgegebenen Bewerbungsbogen bei der Stiftung Ökologie & Landbau unter Angabe der Ausbildungsstellen, für die sie sich interessieren, bewerben. Bis zum 19. September 2007 werden die Kurzbewerbungen an die Partnerorganisationen weitergeleitet. Die Partnerorganisationen können sich anschließend mit den in Frage kommenden Kandidaten in Verbindung setzen, ausführliche Unterlagen einfordern und Bewerbungsgespräche führen. Die Auswahl und Entscheidung trifft die Partnerorganisation.
Näheres: http://www.soel.de/bildung/traineeprogramm/index.html
(03.09.2007) Als "Naturschutzhof des Monats" wird im September der Betrieb "Landschaftspflege mit Biss" von Frank Lamprecht und Stefan Gaus vorgestellt, der eine beispielhafte Bewirtschaftung von wertvollen Lebensräumen und Schutzgebieten leistet. Der Landschaftspflegehof beweidet mit Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern landschaftlich wertvolle Flächen und führt Natur- und Artenschutzprojekte im Oberen Neckartal und Schwarzwald durch. Durch die Bewirtschaftung von sensiblen Lebensräumen, wie Wacholderheiden, Magerrasen, Waldweiden oder Bergwiesen hält der Betrieb die attraktive Landschaft offen. Die Ziegen werden dazu eingesetzt, bereits verbuschte Bereiche wieder zu öffnen. Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten werden dadurch erhalten und gefördert. Diese Art der Bewirtschaftung ist von entscheidender Bedeutung für die Bewahrung der typischen Kulturlandschaft des Neckartals. Landschaftspflege mit Biss erhielt eine der bundesweit neun Auszeichnungen, die am 13. Februar 2007 im Rahmen des Förderpreises Naturschutzhöfe vergeben wurden. Initiiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau.
Näheres: Pressemeldung
und www.naturschutzhoefe.de