Aktuell

Für Deutschen Nachhaltigkeitspreis bewerben

(17.04.2014) Ab sofort können sich Unternehmen und Kommunen um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 bewerben. Prämiert werden Unternehmen, die in vorbildlicher Weise soziale und ökologische Verantwortung mit erfolgreichen Geschäftsmodellen verbinden, und Kommunen, die im Rahmen ihrer Haushaltsmöglichkeiten eine besonders nachhaltige Stadtentwicklung betreiben. Die Bewerbungsfrist endet am 6. Juni, der Preis wird am 28. November 2014 im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf vergeben. Prämiert werden auch die nachhaltigsten Marken.

Bundesrat gegen Chemie auf Öko-Vorrangflächen

(15.04.2014) Der Bundesrat hat vergangene Woche dafür gestimmt, auf den ökologischen Vorrangflächen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und keine Mineraldünger einzusetzen. Er bittet damit die Bundesregierung, sich bei der Europäischen Kommission dafür einzusetzen, dass "auf den ökologischen Vorrangflächen nur eine solche Flächennutzung möglich sein soll, die einen besonders wirkungsvollen Beitrag zu Umwelt-, Natur- und Klimaschutz leistet." Diese im Umweltinteresse genutzte Flächen sollen somit vorrangig der Biodiversität dienen. Die ökologischen Vorrangflächen müssen ab dem Jahr 2015 von landwirtschaftlichen Betrieben, die mehr als 15 Hektar Acker bewirtschaften, ausgewiesen werden, was etwa fünf Prozent der Betriebsackerflächen bedeutet. Die Einführung dieser ökologischen Vorrangflächen ist Bestandteil des „Greenings“ im Rahmen der neuen EU-Agrarpolitik, die im Januar 2015 EU-weit in Kraft tritt.

Angewandte Forschung und Beratung für den Ökolandbau

(10.04.2014) Gestern fand die 6. Ökolandbau-Tagung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) statt. Mit über 170 Tagungsteilnehmern stieg das Interesse aus Praxis, Beratung, Verarbeitung und Landwirtschaftsverwaltung gegenüber der letzten Tagung deutlich an. In 43 Vorträgen in sechs Fachsektionen wurden neue Projekte und aktuelle Forschungsergebnisse zum ökologischen Landbau in Österreich und Bayern vorgestellt. Die Themen reichten vom reduzierten Kraftfuttereinsatz in der Milchviehfütterung über den Leguminosenanbau bis zum Einkaufsverhalten bei Bioprodukten.

Kampagne "Nachhaltig Bio!" gestartet

(09.04.2014) Das Projekt Nachhaltig Bio! vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) soll die Nachhaltigkeitsleistungen der Biobranche erlebbar machen. Die Nachhaltigkeit wird hier als eine stufenübergreifende Leistung, als Nachhaltigkeit einer Wertschöpfungskette verstanden. Dazu wurde eine Website entwickelt, die in sechs verschiedenen Kategorien Praxisbeispiele präsentiert sowie die Nutzer zum Nachfragen motivieren soll. Das Projekt startet zunächst mit der Website, die Kampagne wird dann am Point of Sale einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ziel ist, dass die guten Beispiele für eine nachhaltige Produktions- oder Arbeitsweise stetig wachsen und so ein facettenreiches Bild der Naturkostbranche entsteht.

Die 170. Ausgabe der Ökologie & Landbau ist da!

(07.04.2014) Verschärft durch die Vorgabe der 100-Prozent-Biofütterung ist die Eiweißversorgung unserer Nutztiere auf der Prioritätenliste ganz nach oben gerückt. Die Zeit drängt, doch die Alternativen zu herkömmlichen Eiweißquellen werden noch diskutiert und erprobt. Die 170. Ausgabe der Ökologie & Landbau "Tierernährung: Die Eiweißlücke schließen" widmet sich einem schwierigen Thema, das die Branche an Grenzen stoßen lässt. Es birgt aber die Chance, heimischen Eiweißträgern wie etwa Leguminosen einen höheren Stellenwert und mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Die neue Ausgabe präsentiert sich zudem mit neuen gestalterischen Elementen, durch die das unverwechselbar schlichte Design der Ökologie & Landbau noch vornehmer wirkt.

Agrarministerkonferenz gegen Totalrevision der EU-Öko-Verordnung

(07.04.2014) Besorgt haben sich die Länderagrarminister zu den Brüsseler Vorschlägen für eine Neufassung der EU- Ökoverordnung geäußert. Auf ihrer Frühjahrskonferenz vergangenen Freitag in Cottbus warnten die 16 Ressortchefs vor einer Überbürokratisierung der Regelungen und dem Verlust von Planungssicherheit für Ökolandwirte sowie Verarbeitungs- und Handelsunternehmen. Es drohe eine Abkehr vom Grundprinzip der Prozessorientierung im Ökolandbau und eine Aufgabe vom bewährten zweistufigen Kontrollverfahren, heißt es in dem einstimmigen Beschluss. Die Bundesregierung wird gebeten, in den anstehenden Verhandlungen an der bestehenden Ausrichtung und Struktur der EU-Ökoverordnung festzuhalten. In einer Arbeitsgruppe mit dem Bund wollen die Länder dabei ihre Vorschläge einbringen. Positiv werten sie unter anderem die geplante Streichung der Teilbetriebsumstellung und die Ermöglichung von Gruppenzertifizierungen.

Komplexes Biowissen häppchenweise

(04.04.2014) Seit einigen Jahren werden in dem transdisziplinären Projekt „Bio-Wissen“ komplexe Informationen und Zusammenhänge rund um die (Bio-)Landwirtschaft visualisiert und als Plakate sowie im Internet verbreitet. Nun ist die Website www.bio-wissen.org neu aufgelegt worden: Die bekannte 16-teilige Plakatserie, die über die Besonderheit biologischer Lebensmittel informiert und ihrem Einfluss auf Ökologie, Ökonomie, Soziales und Gesundheit nachgeht, ist auf der Website als „Online-Ausstellung“ ebenso zu sehen wie eine wachsende Anzahl von Skizzenbüchern. Diese bilden unterschiedliche Themen der Landwirtschaft ab und können mit einem Zeichentool kommentiert und bearbeitet bzw. über das soziale Netz geteilt werden. Vorerst geht das Team „Modellen“ in der Forschung nach, die die komplexen Prozesse des Bodens und des Klimas beschreiben. Später werden einige historische Forschungen zu einer Wissensgeschichte der Landwirtschaft präsentiert.

TTIP-Veranstaltungs-Rundreise: Freihandel statt fairer Handel?

(03.04.2014) Die Diskussion um das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) schlägt immer höhere Wellen. Wie ist die Debatte um Hormonfleisch, Gentechnik, Klonfleisch und Arbeitsbedingungen einzuschätzen? Wie steht es um Sonderklagerechte für Konzerne, Transparenz und demokratische Mitbestimmungsrechte? Um diesen Fragen nachzugehen und zu diskutieren hat die AbL die amerikanische Landwirtschafts- und Freihandelsexpertin Shefali Sharma auf eine Rundreise nach Deutschland eingeladen.

Ökologische Pflanzenzüchtung stärken!

(01.04.2014) Ermutigende Ergebnisse lieferte das "EkoSeedForum - Europäische Tagung zu Öko-Saatgut, Öko-Pflanzenzüchtung und Agro-Biodiversität", das Ende März in Posen (Polen) stattfand. Mit etwa 150 Teilnehmern aus 19 Ländern übertraf das Interesse an dieser Konferenz die Erwartungen der Organisatoren. Neben Überlegungen, wie ein Aufbau der ökologischen Pflanzenzüchtung in Mittel- und Osteuropa geleistet werden könne wurde insbesondere darüber debattiert, wie die Zulassungsbedingungen und die Prüfungen von Ökosorten erfolgen müssen, wie eine Erhöhung des Einsatzes von unter Biobedingungen vermehrtem Saatgut erreicht und wie die Kulturpflanzenvielfalt erhalten werden kann.

Hessen im Europäischen Netzwerk Gentechnikfreie Regionen

(31.03.2013) Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz hat den Antrag zum Beitritt Hessens ins Europäische Netzwerk Gentechnikfreie Regionen versandt. Hessens Land- und Forstwirtschaft soll gentechnikfrei bleiben. Die Mehrheit der Menschen wolle keine gentechnisch veränderten Lebensmittel auf ihren Tellern, so Martina Feldmayer, agrarpolitische Sprecherin der Grünen. Weder hätte damit der Einsatz von Pestiziden reduziert, noch der Hunger in der Welt beseitigt werden können. Mit dem Beitritt zu diesem Netzwerk werde aus Hessen ein wichtiges Signal auch an andere Regionen ausgesandt, dass Gentechnik auf den Äckern nichts zu suchen habe. Es brauche die heimische und bäuerlich geprägte Landwirtschaft zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und der ländlichen Räume.

Alnatura wird BNN-Mitglied

(26.03.2014) Zum 1. April tritt Alnatura dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) als Einzelhandelsmitglied bei. Die über Jahre gewachsene Zusammenarbeit könne so intensiviert und auf eine neue Stufe gehoben werden, teile der BNN mit. Alnatura-Geschäftsführer Götz Rehn verbindet den Eintritt mit einer deutlichen Branchenpositionierung. "Wir wollen ein klares Profil des Biofachhandels und eine Bündelung der Kräfte, um mit einer gemeinsamen und starken Stimme die Biobewegung und den Ökolandbau in Deutschland voranzubringen. Diese und viele weitere Ziele werden durch den BNN kompetent in der Öffentlichkeit und Politik verfolgt", erklärte Rehn. Ausschlaggebend für eine Mitgliedschaft seien vor allem die inhaltlichen Gemeinsamkeiten. Dazu zählten das Engagement im Bereich Saatgut, der Einsatz gegen Gentechnik, die Weiterentwicklung und Etablierung der Sortimentsrichtlinien sowie die Themen Aus- und Fortbildung.

Demeter-Wissenschaftstagung in Bonn

(26.03.2014) Im Rahmen seines 90. Jubiläumsjahres führt Demeter am 6. und 7. Juni 2014 gemeinsam mit dem Forschungsring, dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel und dem Institut für Organischen Landbau (IOL) der Universität Bonn eine Wissenschaftstagung durch. Dort soll dargelegt werden, wo die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise heute aus wissenschaftlicher Perspektive steht. Am ersten Tag wird es mehrere Vorträge geben zu den Gebieten "Biologisch-dynamische Impulse im Spiegel der Wissenschaft", "die biologisch-dynamischen Präparate im wissenschaftlichen Versuch" und "die biologisch-dynamische Pflanzenzüchtung". Am Folgetag stehen die Tierforschung aus verschiedenen Perspektiven sowie die biologisch-dynamische Forschung und ihre Methoden im Fokus.

EU-Kommission veröffentlicht Entwurf der EU-Ökoverordnung

(24.03.2014) Nach monatelanger Arbeit hat die EU-Kommission heute ihren Vorschlag zur Revision der EU-Ökoverordnung vorgestellt. Der Vorschlag diene der Verbesserung der Rechtsvorschriften für die Bio-Produktion und ziele darauf ab, Hindernisse zu beseitigen, die der nachhaltigen Entwicklung der Bio-Produktion in der Union im Wege stünden, so die Begründung der Kommission. Weiter argumentiert sie, dass durch die Revision ein fairer Wettbewerb für Landwirte und Unternehmer gewährleistet und ein effizienteres Funktionieren des Binnenmarktes ermöglicht würde, sowie das Vertrauen der Verbraucher in Bio-Erzeugnisse erhalten oder gestärkt werde. Ökoverbände kritisieren vor allem, dass die Totalrevision dem Systemansatz des Ökolandbaus zu wenig Rechnung trage. Viele Fragen seien noch ungeklärt. Bis zum Inkrafttreten der neuen Ökoverordnung werden noch Jahre vergehen, in denen der Vorschlag überarbeitet wird.

Traineeprogramm Ökolandbau: jetzt Ausbildungsunternehmen werden!

(24.03.2014) Seit elf Jahren qualifiziert und vermittelt das Traineeprogramm Ökolandbau talentierte Nachwuchskräfte. Bis zum 30. April können sich Unternehmen bewerben, die als Ausbildungsunternehmen in der 12. Runde des Traineeprogramm Ökolandbau teilnehmen möchten. Beginn ist am 01. November 2014.

EIP: Chance für Innovationen im Biolandbau

(24.03.2014) Das Dossier "Europäische Innovationspartnerschaft - Chancen für Innovation in der Biolandwirtschaft und Agrarökologie" wurde am Tag der Wissenschaft auf der diesjährigen Biofach vorgestellt. Diese gemeinsame Veröffentlichung von IFOAM EU, TP Organics und ARC2020 hat zum Ziel, über die Umsetzung dieses neuen politischen Instruments "Innovationspartnerschaften" (EIP) aufzuklären. Das Dossier erklärt die EIP - AGRI Aktivitäten auf EU-Ebene und die Bedeutung dessen, was von den Programmen zur ländlichen Entwicklung auf nationaler oder regionaler Ebene geleistet werden muss. Interessante Initiativen in den Mitgliedstaaten werden in dem Dossier vorgestellt und es enthält einen Überblick über die Vielzahl von Innovationen, mit denen der Biosektor im EIP einen Beitrag leisten kann.

Ökolebensmittel-Hersteller gründen Regionalgruppe

(24.03.2014) Die führenden bayerischen Ökolebensmittel-Hersteller haben sich zur "Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller Bayern"(AöL Bayern) zusammen geschlossen. Unter ihnen sind Unternehmen wie die Andechser Molkerei, Bionade, Hipp, Hofpfisterei, Neumarkter Lammsbräu, Pema-Brot und Rapunzel. Grund dafür sei, dass es momentan in Bayern nicht genügend ökologische Rohstoffe gibt, um den Bedarf der bayerischen Ökolebensmittel-Hersteller zu decken. Die AöL Bayern versteht sich als regionale Gruppe innerhalb der Bundesorganisation der AöL. Als Sprecher wurden Dr. Franz Ehrnsperger, Inhaber der Neumarkter Lammsbräu und Nicole Stocker, Inhaberin der Hofpfisterei, gewählt.

Bundesländer gegen Agro-Gentechnik

(24.03.2014) Das Ringen um gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU und speziell um den gentechnisch veränderten Mais 1507 der Firma Pioneer ist noch nicht zu Ende. Nachdem in Brüssel keine qualifizierte Mehrheit gegen die Zulassung von 1507 in Brüssel zustande gekommen war und die Kommission aller Voraussicht nach den Anbau genehmigen wird, machen nun einzelne Bundesländer ihre Forderungen geltend. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sowie Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben beim Bundesrat Anträge gestellt, die das Selbstbestimmungsrecht der EU-Mitgliedstaaten in Sachen Gentechnikverbot gewährleisten sollen. Im Gegensatz zum Fall MON810 ist für 1507 nach geltendem EU-Recht ein nationales Anbauverbot wesentlich schwieriger durchzusetzen. Lediglich die derzeit in der EU-Kommission verhandelte "opt-out"-Regelung böte direkten Handlungsspielraum. Nach diesem Modell sollen Staaten und Konzerne während eines Zulassungsprozesses direkt miteinander verhandeln. Doch dies würde die Macht der Konzerne stärken, Demokratie und Souveränität der Staaten untergraben.

IFOAM-Konferenz in Bhutan wegweisend für Biolandbau weltweiter Berggebiete

(19.03.2014) Starke Impulse zur weltweiten Agrarwende setzte die IFOAM-Konferenz zum ökologischen Landbau in Berg-Ökosystemen vom 5. bis 8. März in Thimphu, Bhutan. Das Ministerium für Landwirtschaft und Forst empfing über 100 Teilnehmer aus 30 Ländern, die die Thimphu-Deklaration erarbeiteten - einen Aktionsplan für dauerfähige, ökologische Agrar- und Ernährungssysteme, insbesondere in Berggebieten der Welt. Treibende Kraft dabei war das vor einigen Jahren vom Staat Bhutan erklärte Ziel, seine Landwirtschaft zu 100 Prozent ökologisch ausrichten zu wollen. Als Leitmotiv hierzu dient das Bruttonationalglück, dessen Indikatoren die Werte und Charakteristika des ökologischen Landbaus aufweisen. Die Teilnehmer der Thimphu-Konferenz verpflichteten sich dazu, gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, um den Wandel hin zu ökologischen Ernährungssystemen in Berg- und den von ihnen abhängigen Gebieten umzusetzen. Dies fordert die Deklaration auch von Regierungen, Entwicklungsorganisationen, Wissens- und Wertegemeinschaften und dem privaten Sektor.

Evaluierung des Biolandbaus in Bayern

(14.03.2014) Eine Studie, die Stärken, Schwächen und Entwicklungsvoraussetzungen des Ökolandbaus in Bayern aufzeigt sowie Empfehlungen zur zukünftigen Förderung enthält, ist jetzt im Internet veröffentlicht. Das Land Bayern hatte diese Evaluierung des Biolandbaus bereits im Jahr 2012 in Auftrag gegeben. Erarbeitet wurde sie von der Forschergruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf und dem Beratungsunternehmen Ecozept (Freising).

Videos zum Biofach-Forschungstag

(10.03.2014) Auf der diesjährigen BioFach gab es zum zweiten Mal einen Tag zur Forschung im ökologischen Landbau. Es war ein gemeinsames Event von TIPI, TP Organics, ISOFAR, IFOAM, IFOAM-EU und wurde vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) organisiert. Das FiBL hat nun zwei Videos zu der Veranstaltung veröffentlicht, die auf Youtube angeschaut werden können.