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Schüleraufenthalte und Erwachsenenbildung auf dem Seminarbauernhof
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"Buono, pulito e giusto!" (Gut, sauber und gerecht!)
Carlo Petrini, Gründer von Slow Food
Während unserer Verkostung genießen die Teilnehmer leckeren Ziegenfrischkäse. Sekt im traditionellen Verfahren.
Ende der 1980er Jahre gründete sich in Italien Slow Food mit dem Ziel,
unsere Aufmerksamkeit wieder auf die Qualität und den Genuß von
Lebensmitteln zu lenken. Damit hängt ganz eng die Arbeit und Fürsorge
von Bauern zusammen, die in kleinen Betrieben hochwertige Rohstoffe herstellen.
Weiter sind handwerkliche Verarbeitungsbetriebe und traditionelle Zubereitungsformen
notwendig, um ein geschmacklich herausragendes Endprodukt anbieten zu können.
Slow Food versteht sich auch als Gegenbewegung zu Fast Food mit seinem Einheitsgeschmack
und unfairen Bedingungen in Anbau und Verarbeitung für Mensch und Tier.
Das Zubereiten und Genießen von Lebensmitteln soll als kreative und
bewußte Tätigkeit wieder in den Mittelpunkt unseres Konsums gerückt
werden.
Inzwischen gibt es in vielen Ländern der Erde Slow-Food-Gründungen;
Slow Food Deutschland hat mittlerweise seinen fünfzehnten Geburtstag
gefeiert.
Der Genuß wird neben der Information bei unseren Veranstaltungen groß geschrieben.
Wir von Gut Hohenberg sind Förderer von Slow Food geworden mit dem
Ziel, Bewußtsein für diese Lebenszusammenhänge zu schaffen.
Mit unseren kulinarischen Veranstaltungen, wie Verkostungen zur Kartoffel
oder Ziegenmilchprodukten, Weinproben und Wild-Abenden, können wir Verbrauchern
viele Informationen und eine Geschmacksvielfalt bieten. Einige Veranstaltungen
bieten wir gemeinsam mit Slow Food an.
In Italien ist der Sitz der internationalen Slow-Food-Akademie; zukünftig
werden wir Studenten dieser Akademie als Praktikumsort zur Verfügung
stehen und ihnen einen Einblick in den ökologischen Landbau und die handwerkliche
Lebensmittelverarbeitung geben.
Die Internet-Seiten von Slow
Food bieten viele weitere Informationen und Veranstaltungshinweise.
Tanja Plümer, Juni 2008