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Schüleraufenthalte und Erwachsenenbildung auf dem Seminarbauernhof
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Wir haben auf Gut Hohenberg eine kleine, aber sehr vielfältige Landwirtschaft mit inzwischen ca. 35 ha Land. Momentan haben wir nur eine Milchkuh. Ab Mai, wenn die "Freiluftsaison" beginnt, ist sie zusammen mit einer Jungkuh bis zum Herbst ohne Unterbrechung draußen auf einer großen Koppel mit vielen Obstbäumen, die bei Hitze oder Regen Schutz bieten. In diesem Jahr haben wir zwei Kälbchen bekommen; leider ist uns kurz nach der Geburt eine Mutterkuh gestorben. Pauline ist als "Ammenkuh" eingesprungen und versorgt jetzt beide Kälbchen. Sie dürfen bis zum Herbst gemeinsam draußen stehen; ab der Stallsaison im November übernehmen wir das Melken.
Zu unserem vielfältigen Tierbestand gehören ca. 20 Hühner und zwei Schweine.
Seit Januar 2004 haben wir Thüringer Waldziegen. Die erwachsenen
Muttertiere stehen im Winter in einem bequemen Offenstall mit Dach. Bei schönem
Wetter sind sie tagsüber draußen. Ab Februar kommt der Nachwuchs,
mit dem sie gemeinsam im Stall bleiben. Im Mai werden Mütter und Zicklein
getrennt. Alle Ziegen sind jetzt bis zum Ende des Herbstes draußen und
entbuschen auf verschiedenen Flächen unsere Landschaft. Saftige Blätter
von Büschen und Bäumen und Baumrinde schmecken ihnen ohnehin viel
besser als Gras. Der Nachwuchs entbuscht auf anderen Flächen. Da die
Thüringer Waldziegen in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind,
geben wir im Frühsommer die Jungtiere gerne an andere Züchter oder
Liebhaber ab. Von Mai bis in den Herbst melken wir unsere Ziegen und bereiten
aus der Milch leckere Ziegenmilchprodukte wie Sahne, Butter, Joghurt, Quark
und Frischkäse.
Für unsere Schulkinder sind es faszinierende Tiere mit ganz eigener Persönlichkeit,
mit denen sie gerne arbeiten. Das Melken mit der Hand ist ein Erlebnis ganz
besonderer Art, das die Kinder lange in Erinnerung behalten.
Diese beiden kleinen Ziegen sind drei Monate alt.
Meistens haben wir zwei Schweine im Stall. Diese kaufen wir als Ferkel und lassen am Ende ihres Lebens leckere Würstchen und Schnitzel aus ihnen machen. Leider haben unsere Schweine keinen Auslauf, da unser Hof zu nah am Wald liegt und die Übertragung von Schweinepest durch die Wildschweine bestehen könnte. Diese Krankheit ist für Wildschweine ungefährlich, aber leicht auf Hausschweine übertragbar und dann sehr gefährlich. Aber trotzdem geht es den Schweinen bei uns richtig gut in ihrem großen Stall mit Küche, Spielzimmer, Schlafzimmer und Toilette. Und Kartoffeln und Molke aus der Milchkammer gibt es reichlich.
Emma, unser Arbeitspferd, teilt sich den Offenstall im Winter und die Koppel im Sommer mit Pensionspferden. Regelmäßig wird sie angespannt und kann bei der Arbeit auf dem Feld oder der Wiese zeigen, was in einem PS für Kraft steckt. Dafür gibt es dann auch eine Schaufel Kraftfutter, bei uns gequetschtes Getreide, extra.
Unsere ca. 20 Hühner haben viel Platz in ihrem Gehege. In einem
fahrbaren Stall sind ihre Legenester, aus denen wir uns jeden Abend die frischen
Eier holen. Im Auslauf sind sie gut zu beobachten beim Sandbaden, Futtersuchen
im Boden und ihrem gesamten Sozialverhalten.
Die Bienenhaltung ist seit zwei Jahren ein großes Thema auf Gut Hohenberg geworden. Leo, unser kleiner Kater.
Insgesamt drei Katzen, zwei Kater und eine ziemlich scheue Katze,
teilen sich das große Gelände. Morgens sind sie pünktlich
beim Melken dabei und holen sich eine Extraportion frische Milch ab. Ansonsten
streunen sie durchs Gelände auf der Suche nach leckeren Mäusen.
Mikesch und Leo sind zwei Schmuse-Kater und holen sich gerne von den vielen
Besuchern des Hofes und auch von uns ihre Streicheleinheiten ab.
Seit Beginn unserer Arbeit auf Gut Hohenberg halten wir Bienen. Seit
2006 widmen wir uns der Bienenhaltung mit verstärktem Interesse. In unserer
sehr artenreichen, vielfältigen Landschaft finden die Bienen von Februar
bis in den November hinein Nahrung und haben ideale Bedingungen zum Leben.
Ein großes Anliegen ist es uns, die Bienen ohne Zufütterung mit
Zucker über den Winter zu bekommen. Das heißt aber ganz konkret,
daß wir ihnen sämtlichen Honig, den sie im Frühling und Sommer
sammeln, lassen, um sich davon im Winter zu ernähren. Und das heißt
dann, daß wir nur den Honig ernten, den sie am Ende des Winters noch
in ihren Waben eingelagert haben.
Ein großer Teil unserer Flächen, die wir bewirtschaften, sind Weiden
und Äcker.
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