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Schüleraufenthalte und Erwachsenenbildung auf dem Seminarbauernhof
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Unsere Landwirtschaft ist mit ca. 35 ha relativ klein, aber sehr vielfältig.
Vom Frühjahr bis in den Spätherbst können wir unsere Schüler
in viele Bereiche einbinden und praktisch mitarbeiten lassen.
Auf unseren Ackerflächen bauen wir Kartoffeln und Getreide an.
Aus Dinkel, Weizen und Roggen backen wir Vollkornbrote mit Hefe oder Sauerteig.
Für Kuchen und Spätzle verwenden wir sehr gerne unseren Dinkel,
eine Weizenart, die immer beliebter wird. Auf unseren Böden wächst
der Dinkel besser als Weizen, der sehr hohe Nährstoffansprüche stellt.
Getreide ist außerdem wichtiges Kraftfutter für unsere Pferde,
Kühe, Schweine und Hühner. Die Tiere fressen neben den Getreidearten
Weizen und Roggen auch sehr gerne eine Mischung aus Hafer, Erbsen und Gerste,
die wir ihnen anbauen.
Nach der Getreideernte pressen wir das anfallende Stroh, das als Einstreu
für den Winter dient.
Ulrich Hampl mit Kindern bei der Heuernte.
In den Sommermonaten ab Mai beschäftigt uns für viele Wochen die Heuernte. Es hat jedes Jahr ganz viel mit Gespür und Risiko zu tun, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, an dem eine Wiese gemäht wird, denn Regenschauer können die ganze Arbeit zunichte machen. Nach dem Mähen wird das Heu einige Male gewendet. An einer Hangfläche in der Nähe des Hofes ist dies nur mit der Hand möglich. Für die Maschinenarbeit wird das durchgetrocknete Heu in Schwaden gelegt, um es dann zu pressen. Gemeinsam sind wir mit Kindern auf der staubtrockenen Wiese, um die Heuballen auf den Anhänger zu verladen und sicher in die Tenne zu bringen. Mehr als 2000 kleine Quaderballen brauchen wir, um alle Tiere im Winter zu füttern.
Unser Bauerngarten hat im Frühjahr 2008 ein neues Gesicht bekommen.
Seit Herbst 2007 haben wir unsere Gärten neu angelegt, um aus
den nicht allzu großen Flächen viel Obst und Gemüse zu bekommen.
Wichtige Gesichtspunkte sind dabei eine große Vielfalt in Obst- und
Gemüsesorten, aber auch die Ästhetik und Arbeit mit Kindern im Garten
sind wichtige Aspekte, die wir bei der Planung berücksichtigt haben.
Trotz der "wirtschaftlichen" Aspekte gibt es viele kleine Flächen,
auf denen Blumen wachsen. Den bunten Holzzaun um den Gemüsegarten schneiden
wir mit Kindern zu und streichen ihn in lebendigen Farben. Von Frühling
bis Herbst können wir Salate, Kohlrabi, Radieschen, Bohnen und viele
andere Gemüse ernten. Auch unser Obstgarten auf der Vorderseite des Hauses
bietet viele gesunde Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren
und Stachelbeeren.
Viele, viele Obstbäume (wir schätzen, daß es zwischen
300 und 400 Stück sind) stehen auf unseren Wiesen. Den größten
Anteil der Bäume machen die Apfelbäume aus. Die Äpfel verarbeiten
wir zu Apfelsaft, Mus, Kuchen und Apfelringen. Die Schüler helfen in
allen diesen Bereichen mit. Weiterhin haben wir Quitten, Birnen, Mirabellen,
Zwetschgen, Kirschen und Walnüsse.
Die Jungpflanzen werden ausgepflanzt. Leutende Mirabellen vom Baum sind ein Genuß.
Ca. 5 ha Wald und verbuschte Flächen gehören ebenfalls in unsere Bewirtschaftung. Im Winter ist die Zeit des Holzmachens. Das Holz liegt mehrere Jahre am Hof, bevor es in unserer Holzzentralheizung verfeuert wird. Beim Freistellen von verbuschten Flächen helfen uns die Ziegen. Wenn sie die Vorarbeit geleistet haben, können wir mit Motorsäge und Freischneider den Flächen zu Leibe rücken. Das Entbuschungsmaterial wird einige Monate getrocknet, bevor es gehäckselt wird und dann ebenfalls in der Holzheizung landet.
Weitere Informationen: