Abflug vom Bienenkorb

Schüleraufenthalte und Erwachsenenbildung auf dem Seminarbauernhof

Versuche zur extensiven Bienenhaltung

Die Landschaft um Gut Hohenberg ist gesegnet mit einer großen Pflanzen- und Tiervielfalt, wie sie in Deutschland nur noch selten vorkommt. Von Februar bis November sind kontinuierlich Blüten in dieser alten Kulturlandschaft zu finden, und über Sommer blühen die Wiesen in nur noch selten zu erlebender Buntheit und Vielfalt. Deshalb haben wir uns als Ziel unserer Bienenhaltung vorgenommen zu versuchen, ob sich die Bienen selbst aus dieser Landschaft ernähren und erhalten können, ohne daß wir sie auf Dauer füttern müssen. Wir greifen damit eine alte Art der Bienenhaltung auf, bei der die Bienen ihrem Wesen gemäß auf dem von ihnen gesammelten Honig überwintern und uns dann vielelicht ungefähr um die Osterzeit einen Rest Honig überlassen, den sie im Winter nicht verbraucht haben.

eine Zeit der Völlerei: Kastanienblüte in der Pfalz

Im Juni summen die Wälder: die Kastanien blühen und sind umlagert von eifrigen Bienen.

Bei einem Volk haben wir das bereits im Winter 2007/2008 mit Erfolg erleben können. Im Jahr 2008 haben wir mittlerweile neun Bienenwohnungen besetzt. Davon sind einige so genannte "Einfachbeuten", in denen nicht viel manipuliert wird. Sie haben keine Wabenrähmchen, die man aus dem Kasten ziehen kann, sondern die Bienen bauen - ähnlich wie in der freien Natur im hohlen Baum - ihre Waben im so genannten "Stabilbau" so wie sie es selbst möchten fest in den Bienenkasten ein.
Wir sind gespannt, ob wir es schaffen, stabile Bienenvölker aufzubauen, die sich in unserer Landschaft ernähren und uns mit der Zeit auch ein bißchen Honig abgeben können.

Bienen bauen im Stabilbau ihre Waben im Bauernstock wird eifrig gebaut

Blick in die Beuten, die in Stabilbau von den Bienen mit Waben verbaut werden.

Ulrich Hampl, Juni 2008

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