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Schüleraufenthalte und Erwachsenenbildung auf dem Seminarbauernhof
Startseite > Gut Hohenberg > Gut Hohenberg > Die Landwirtschaft
Gut Hohenberg liegt auf einer Rodungsinsel am Rande des Pfälzer Waldes.
Zum Hof gehören ca. 35 ha Land, die zu einem Teil in eigenem Besitz sind;
den Rest haben wir gepachtet. Diese Flächen gliedern sich in Wiesen und
Weiden, Äcker, Streuobstwiesen und Wald.
Landwirtschaft zu betreiben bedeutet immer auch, sich mit der umgebenden Landschaft
auseinander zu setzen. Es bedeutet, mit der Landschaft in Dialog zu treten
und zu schauen, welche Bewirtschaftung paßt an diesen Ort. Schon vor
dem Kauf des Hofes war klar, daß nur eine ökologische Landwirtschaft
in Frage kam. Mit dem Beginn unserer Landwirtschaft stellten sich dann viele
Detailfragen. Nach dem Entbuschen einer alten Streuobstanlage ergab es sich
fast automatisch, daß unsere kleine Rinderherde auf dieser Fläche
ihre Sommerweide bekommen hat. Die Kühe haben eine große Weide
mit natürlicher Beschattung durch die Obstbäume und eine Freifläche,
auf der sie gerne in der Sonne liegen.
Die Ziegen genießen es, frische, junge Blätter zu knabbern.
Als wir Anfang 2004 sechs Thüringer Waldziegen gekauft haben, geschah
dies mit dem Ziel, weitere verbuschte und damit unzugängliche Flächen
freizustellen. Diese Maßnahme wurde als Landschaftspflegeprojekt eingestuft
und mit einem Zuschuß seitens der Kreisverwaltung gefördert. So
öffnet sich nach und nach die Landschaft und kann wieder in Kultur genommen
werden.
Wir befinden uns in einem Gebiet, in dem es das Relief nur an einigen Stellen
zuläßt, Ackerbau zu betreiben. Auf diesen 5 ha Fläche bauen
wir Kartoffeln und Getreide an: Dinkel, der mit dem mageren Boden sehr gut
zurecht kommt, Roggen, Weizen und ein Hafer-Erbsen-Gerste-Gemenge als Tierfutter.
Der größte Teil unserer Flächen sind Wiesen und Weiden, auf
denen die Kühe und Pferde im Sommer stehen Außerdem machen wir
Heu als Winterfutter für unsere Tiere.
In dieser vielfältigen Landschaft finden Bienen einen idealen Standort,
denn eigentlich blüht vom zeitigen Frühjahr bis in den Spätherbst
immer irgendein Pflänzlein, das sie anfliegen.
Tanja Plümer, Juni 2008