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Die Bodenfruchtbarkeit ist die wichtigste Basis des ökologisch wirtschaftenden Betriebs. Seit seinen Anfängen ist ein wesentliches Ziel des Ökolandbaus, Anbausysteme so zu gestalten, dass sowohl die bodenökologischen und umweltrelevanten Bodeneigenschaften als auch die Marktfruchterträge gesichert und gesteigert werden können. Neben kurzfristigen ökonomischen Anforderungen ist auch das stetige Wachstum der Weltbevölkerung derzeit Grund genug, nach Wegen zur Steigerung der Erträge zu forschen, ohne dabei die komplexen Funktionen des Bodens außer Acht zu lassen.
Interdisziplinäre Kooperation
In einem vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau geförderten und
vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau Deutschland koordinierten
Projekt arbeiten Forscher aus unterschiedlichen Institutionen und verschiedenen
wissenschaftlichen Disziplinen an Maßnahmen zur besseren Ausschöpfung
standörtlicher Ertragspotenziale und damit an der Steigerung der Wertschöpfung
ökologisch wirtschaftender Betriebe. In diesem Rahmen übernimmt
die SÖL die Untersuchung von Praxisbetrieben.
Das Projekt läuft von August 2008 bis Dezember 2011.
Erbse und Ackerbohne in der Krise
Die zunehmenden Probleme beim Anbau von Erbsen und Ackerbohnen auf Ökobetrieben sind ein Schwerpunkt der Praxisuntersuchungen. In verschiedenen Regionen Deutschlands werden Felder mit diesen Körnerleguminosen geprüft. Ziel ist es, den Einfluss von Standort-bedingungen, wie Bodeneigenschaften und Witterung sowie von Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie Bodenbearbeitung und Fruchtfolge, auf die Gesundheit der Pflanzen und die Erträge zu klären. Die Auswirkungen von Verdichtungen im Boden durch das Befahren mit schweren Maschinen auf die Krankheitsempfindlichkeit der Erbsenwurzeln sind dafür ein Beispiel.
Voraussetzungen für hohe Erträge
Daneben wird auch untersucht welche Bedingungen zu den höchsten Getreideerträgen und der besten Qualität führen. Sind es hohe Nährstoffmengen im Boden, ist es die gute Bodenstruktur oder spielt das Unkraut eine wichtige Rolle? Zusammengetragen von den über dreißig untersuchten Betrieben können die ausgewerteten Ergebnisse wertvolle Hinweise geben, wie in Zukunft der Anbau von Getreide und Körnerleguminosen verbessert werden kann oder in welchen Bereichen noch Forschungsbedarf besteht.
Weitere Informationen: www.bodenfruchtbarkeit.org
Ansprechpartner:
Dr. Harald Schmidt
Tel. 02641/912205
schmidt@soel.de