Schweinehaltung

Schweine, © BLE / T.Stephan

Inhalt

Im Rahmen des genannten Projektes sind 37 schweinehaltende Betriebe aus zwölf Bundesländern (Bayern, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) im Arbeitskreis Ökologische Schweinehaltung zusammengeschlossen. Insgesamt werden 46 Betriebszweige, davon 24 Mastbetriebe und 22 Ferkelerzeuger mit den Wirtschaftsjahren 2006/2007 und 2007/2008 über eine Vollkostenrechnung bzw. Betriebszweigauswertung ausgewertet. Von den 22 Ferkelerzeugern haben 9 (41 %) ein geschlossenes System. Von den 24 Mästern halten noch 11 Betriebe (45 %) Sauen.

Zwei Jahre werden die Betriebszweige Ferkelerzeugung und Schweinemast intensiv von 10 Beratern ausgewertet, um die Gewinn- bzw. Verlustsituation der Betriebszweige, die Arbeitswirtschaft, das Tiergesundheitsmanagement und wichtige monetäre wie naturale Kennzahlen herauszuarbeiten. Es können somit sowohl bundesweite horizontale und vertikale Betriebsvergleiche auf der Grundlage eines einheitlichen Erfassungs- und Berechnungssystems (Exzell-Instrument) durchgeführt werden. (Übersichtskarte der Betriebe)

Koordinator: Rainer Löser, loeser@soel.de

Beschreibung der Betriebe

Betriebsgröße und Aufteilung der landwirtschaftlichen Nutzfläche:

  • Bis auf einen Nebenerwerbsbetrieb sind alle teilnehmenden Betriebe Vollerwerbsbetriebe.
  • Die 24 Mastbetriebe sind durchschnittlich mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 233 Hektar ausgestattet. Die Betriebsgröße variiert zwischen 18 und 690 Hektar.
  • Die 22 Ferkelerzeuger sind durchschnittlich mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 177 Hektar ausgestattet. Die Betriebsgröße variiert zwischen 14 und 690 Hektar.
  • Die Aufteilung der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt bei den Mästern im Mittel bei 141 Hektar Ackerfläche und 101 Hektar Dauergrünland. Zwei Betriebe bewirtschaften kein Grünland bzw. halten keine Rinder oder Schafe. Reine Grünlandbetriebe sind nicht vertreten. Die Ackerfläche variiert zwischen 16 und 398 Hektar und das Dauergrünland zwischen 1 und 500 Hektar.
  • Die Aufteilung der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt bei den Ferkelerzeugern im Mittel bei 117 Hektar Ackerfläche und 66 Hektar Dauergrünland. Alle Betriebe bewirtschaften auch Grünland. Ein Ferkelerzeuger bewirtschaftet ausschließlich Grünland und hält die Sauen im Freiland. Die Ackerfläche variiert zwischen 11 und 330 Hektar und das Dauergrünland zwischen 1,5 und 450 Hektar.

Viehbesatz:

  • Der Viehbestand beträgt im Mittel bei den Mastbetrieben 188,2 Großvieheinheiten (0,8 GV/ha), mit einer Spanne von 12 bis 720 GV. 10 von 24 Mästern halten noch Rindvieh. Werden nur die rindviehhaltenden Mäster betrachtet, liegt der Gesamtviehbestand bei knapp 106 GV pro Betrieb. Das bedeutet, dass oft die Schweinehaltung nur einen geringen Anteil am Gesamtviehbestand hat.
  • Der Viehbestand beträgt im Mittel bei den Ferkelerzeugern 166,0 GV (0,94 GV/ha), mit einer Spanne von 15 bis 562 GV. Bei den Ferkelerzeugern halten 8 von 22 Betrieben Rinder. Werden nur die rindviehhaltenden Ferkelerzeuger betrachtet, liegt der Gesamtviehbestand bei 209 GV pro Betrieb. Hier zeigt sich noch stärker die Dominanz der Rinderhaltung.
  • Die 24 Mäster haben zusammen 10.005 (belegte) Mastplätze bei einem Durchschnitt von 417 Mastplätzen pro Betrieb (minimal = 80 Mastplätze, maximal = 2000 Mastplätze). In den betrachteten Mastbetrieben werden ca. 10 % aller in 2007 erzeugten Mastschweine (ca. 200.000 Stück, 2,0 Umtriebe) gehalten. Diese Mastbetriebe haben zusammen 729 Sauenplätze in 11 Betrieben mit durchschnittlich 66 Sauenplätzen pro Betrieb (minimal = 8 Sauen pro Betrieb, maximal= 140 Sauen pro Betrieb).
  • Die 22 Ferkelerzeuger haben zusammen 2.603 Sauenplätze bei einem Durchschnitt von 118 Sauenplätzen pro Betrieb (minimal = 20 Sauenplätze, maximal = 500 Sauenplätze). In den betrachteten Ferkelerzeugerbetrieben werden ca. 20 % aller Öko-Sauen (ca. 13.000 Stück) in Deutschland gehalten (Stand Ende 2007). Vier Ferkelerzeuger sind Freilandbetriebe und halten zusammen rund 1.400 Sauen. Die Sauenbetriebe haben zusammen 4470 Mastplätzen in 9 Betrieben mit durchschnittlich 496 Mastplätzen pro Betrieb (minimal = 180 Mastplätze pro Betrieb, maximal= 900 Mastplätze pro Betrieb).

Arbeitskräftebesatz:

  • In Abhängigkeit von der Produktionsausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe liegt der Einsatz der Arbeitskräfte (AK) insgesamt zwischen 1 und 25 AK.
  • Im Durchschnitt werden zur ökologischen Bewirtschaftung von 100 ha LF 2,2 AK bei den Ferkelerzeugern und 2,0 AK bei den Mästern benötigt. Hierbei sind sowohl reine Familienbetriebe als auch Angestelltenbetriebe vertreten.
  • Der mittlere Besatz mit Familienarbeitskräften liegt bei 3,9 AK bei den Ferkelerzeugern und 4,7 AK bei den Mästern.

Vorträge der Seminare

Fachberater BZA Schweinehaltung

Erhard Aubel
Beratung Artgerechte Tierhaltung e. V.
05542-72558
aubel@bat-witzenhausen.de

Götz Daniel
Ökoring Schleswig-Holstein
04331-333460
goetzdaniel@oekoring-sh.de

Ulrich Ebert
Ökoring Niedersachsen e.V.
04262-959413
u.ebert@oekoring.de

Rene Füller
LMS Beratung MP
038203-57745
rfueller@lms-beratung.de

Johannes Hagner
Bioland Erzeugerring Bayern e.V.
0821-34680136
jhagner@bioland-beratung.de

Jan Hempler
LWK Niedersachsen
0511-36651494
jan.hempler@lwk-niedersachsen.de

Rainer Löser
Die Ökoberater
06400-6787
loeser@oeko-berater.de

Ulf Müller
Gäa Sachsen
0351-4031918
ulf.mueller@gaea.de

Dirk Werner
Arc-Beratungs GbR
039050-2227
arc-werner@t-online.de

Christian Wucherpfennig
LWK Nordrhein-Westfalen
02821-996177
christian.wucherpfennig@lwk.nrw.de