Schweinehaltung

Schweine, © BLE / T.Stephan

Inhalt

Projekt ist abgeschlossen

Die Informationen auf dieser Seite beziehen sich auf das abgeschlossene Projekt! Hier geht es zum aktuellen Folgeprojekt: Berater-Praxis-Netzwerk II

Im Rahmen des genannten Projektes sind 36 schweinehaltende Betriebe aus zehn Bundesländern (Bayern, Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) im Arbeitskreis Öko-Schweinehaltung zusammengeschlossen. Insgesamt werden 47 Betriebszweige, davon 26 Mastbetriebe und 21 Ferkelerzeuger mit den Wirtschaftsjahren 2004/2005 und 2005/2006 über eine Vollkostenrechnung bzw. Betriebszweigauswertung ausgewertet. Von den 21 Ferkelerzeugern haben 15 (71 Prozent) ein geschlossenes System. Von den 26 Mästern halten noch zwölf Betriebe (46 Prozent) Sauen (Übersichtskarte der Betriebe).

Zwei Jahre werden die Betriebszweige Ferkelerzeugung und Schweinemast intensiv zusammen mit zwölf Beratern und Beraterinnen ausgewertet, um die Gewinn- bzw. Verlustsituation der Betriebszweige und wichtige monetäre wie naturale Kennzahlen herauszuarbeiten. Es können somit sowohl bundesweite horizontale und vertikale Betriebsvergleiche auf der Grundlage eines einheitlichen Erfassungs- und Berechnungssystems (Excel-Tool) durchgeführt werden.

Koordinator: Rainer Löser, loeser@soel.de

Beschreibung der Betriebe

Flächenausstattung

  • Von den 36 Betrieben werden 31 als Vollerwerbsbetriebe, fünf als Nebenerwerbsbetriebe geführt.
  • Die 26 Mastbetriebe sind durchschnittlich mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 131 Hektar ausgestattet. Die Betriebsgröße variiert zwischen 25 und 450 Hektar.
  • Die 21 Ferkelerzeuger sind durchschnittlich mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 128 Hektar ausgestattet. Die Betriebsgröße variiert zwischen 15 und 450 Hektar.
  • Die Aufteilung der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt bei den Mästern im Mittel bei 99 Hektar Ackerfläche und 35 Hektar Dauergrünland. 14 Betriebe bewirtschaften kein Grünland bzw. nutzen keine Rinder oder Schafe. Reine Grünlandbetriebe sind nicht vertreten. Die Ackerfläche variiert zwischen 21,5 Hektar und 386 Hektar und das Dauergrünland zwischen Null und 152 Hektar.
  • Die Aufteilung der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt bei den Ferkelerzeugern im Mittel bei 98 Hektar Ackerfläche und 37 Hektar Dauergrünland. 12 Betriebe bewirtschaften kein Grünland bzw. nutzen keine Rinder oder Schafe. Reine Grünlandbetriebe sind nicht vertreten. Die Ackerfläche variiert zwischen zehn Hektar und 386 Hektar und das Dauergrünland zwischen Null und 152 Hektar.

Viehbesatz

  • Der Viehbestand beträgt im Mittel bei den Mastbetrieben 82,7 GV (0,63 GV/ha), mit einer Spanne von zwölf bis 562 GV. Zwölf von 26 Mästern halten noch Rindvieh. Werden nur die rindviehhaltenden Mäster betrachtet, liegt der Gesamtviehbestand bei knapp 100 GV pro Betrieb. Das bedeutet, dass die Schweinehaltung oft nur einen geringen Anteil am Gesamtviehbestand hat.
  • Der Viehbestand beträgt im Mittel bei den Ferkelerzeugern 98,6 GV (0,77 GV/ha), mit einer Spanne von 10 bis 562 GV. Bei den Ferkelerzeugern halten acht von 21 Betrieben Rinder. Werden nur die rindviehhaltenden Ferkelerzeuger betrachtet, liegt der Gesamtviehbestand bei 154 GV pro Betrieb. Hier zeigt sich noch stärker die Dominanz der Rinderhaltung.
  • Die 26 Mäster haben zusammen 5.017 (belegte) Mastplätze bei einem Durchschnitt von 193 Mastplätzen pro Betrieb (minimal = 45 MP, maximal = 450 MP). In den betrachteten Mastbetrieben werden sechs bis sieben Prozent aller in 2004 erzeugten Mastschweine (125.000 Stück, 1,7 Umtriebe) gehalten. Diese Mastbetriebe haben zusammen 405 Sauenplätze in zwölf Betrieben mit durchschnittlich 33,8 Sauenplätzen pro Betrieb (minimal = 15 Sauen pro Betrieb, maximal= 60 Sauen/B.).
  • Die 21 Ferkelerzeuger haben zusammen 1009 Sauenplätze bei einem Durchschnitt von 48 Sauenplätzen pro Betrieb (minimal = 15 SP, maximal = 180 SP). In den betrachteten Ferkelerzeugerbetrieben werden 13 bis 15 Prozent aller Öko-Sauen (8.000 Stück) in 2004 in Deutschland gehalten. Die Sauenbetriebe haben zusammen 2216 Mastplätzen in 15 Betrieben mit durchschnittlich 147,7 Sauenplätzen pro Betrieb (minimal = 30 Mastplätzen/B:, maximal= 280 Mastplätzen/B.).

Arbeitskräfte

  • In Abhängigkeit von der Produktionsausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe liegt der Einsatz der Arbeitskräfte insgesamt zwischen einer und 25 Ak.
  • Im Durchschnitt wird zur Öko-Bewirtschaftung von 100 Hektar LF 2,9 Ak benötigt. Hierhin sind sowohl reine Familienbetriebe als auch Angestelltenbetriebe vertreten.
  • Der mittlere Besatz mit Familienarbeitskräften liegt bei 3,6 Ak.

Ergebnisse der Auswertungen

Veröffentlichungen für den Bereich Schweine:

Fachberater BZA Schweinehaltung

Annette Alpers
Naturland Nord-West
02923-652489
a.alpers@naturland.de

Ralf Bussemas
Beratung Artgerechte Tierhaltung e. V.
05542-72558
bussemas@bat-witzenhausen.de

Götz Daniel
Ökoring Schleswig-Holstein
04331-333460
oekoring.sh@t-online.de

Ulrich Ebert
Ökoring Niedersachsen e.V.
04262-959413
u.ebert@oekoring.de

Johannes Hagner
Bioland Erzeugerring Bayern e.V.
0821-34680-136
hagner@berater-lkp.de

Jürgen Herrle
Naturland Süd-Ost
0831-52060-86
j.herrle@berater-lkp.de

Thomas Ingensand
Bioland Nordrhein-Westfalen
02385-935415
thomas.ingensand-NRW@bioland.de

Judith Hock-Klemm
Bioland Erzeugerring Bayern e.V.
0941-9459261
jhock-klemm@bioland-beratung.de

Vera Kuprat
Beratungsdienst Ökologischer
Landbau Rottenburg e.V.
07472-283930
vkuprat@bio-beratung.de

Rainer Löser
Die Ökoberater
06400-6787
loeser@oeko-berater.de

Ewald Pieringer
Naturland Süd-Ost
08161-21167
e.pieringer@naturland.de

Heinz-Werner Reichenbach
LWK Hannover, Bezirksstelle Nienburg
05021-974072
reichenbach.heinz-werner@lawikhan.de

Martin Trieschmann
Naturland Süd-Ost
06151-147945
m.trieschmann@naturland.de

Christian Wucherpfennig
LWK Nordrhein-Westfalen
02821-996177
christian.wucherpfennig@lwk.nrw.de